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Velofahrer lässt sich von Tram ziehen und verunfallt

Spätabends liess sich ein Velofahrer in Zürich zu einer gefährlichen Aktion hinreissen.

Hier hängte sich der junge Mann ans 11er-Tram an: Der Stadelhoferplatz in Zürich. (Archivbild: Keystone)
Hier hängte sich der junge Mann ans 11er-Tram an: Der Stadelhoferplatz in Zürich. (Archivbild: Keystone)

Kurz nach Mitternacht hat sich in Zürich am Sonntag ein Velofahrer linksseitig an ein Tram der Linie 11 angehängt. Dabei ist er verunglückt und hat sich mittelschwer verletzt. Der 25-Jährige wollte sich vom Stadelhoferplatz die Kreuzbühlstrasse hochziehen lassen, bestätigt die Stadtpolizei Zürich eine Meldung von Radio Energy. Kurz vor dem Kreuzplatz erfasste ihn in einer Rechtskurve ein entgegenkommendes Tram der Linie 11. Er geriet zwischen die beiden Trams.

Obwohl der Chauffeur des abwärtsfahrenden Trams sofort einen Notstopp einleitete, konnte das Tram nicht mehr rechtzeitig bremsen.

In der vergangenen Woche sorgten bereits Gokart-Fahrer auf Zürcher Strassen für Schlagzeilen. Sie verbreiteten über soziale Medien selbst gedrehte Videos, auf denen zu sehen ist, wie sie sich mit Seilen am Tram den Zürichberg hochziehen lassen. Bei der Abfahrt waren sie so schnell unterwegs, dass sie sogar von einer Radaranlage geblitzt wurden.

Gefährlich, aber beliebt

Dass sich Leute an Trams anhängen, kommt gemäss Andreas Uhl, Sprecher der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ), immer wieder vor: «Der Trampilot bekommt davon meist nichts mit.» Der Grund: Es gibt nur einen Aussenspiegel für die rechte Seite, um den Fahrgastwechsel zu überblicken – nicht aber für die linke Seite, wo der junge Mann sich angehängt hatte. Gefährlich sei dies auch, weil der Platz zwischen zwei sich kreuzenden Trams knapp bemessen sei. «Man kann ja das Velo ins Tram mitnehmen, entsprechendes Zusatzbillett vorausgesetzt», sagt Uhl.

Laut Uhl hatte der Mann grosses Glück: «Das hätte noch viel schlimmer enden können.» Die Aktion werde ein strafrechtliches Nachspiel haben. «Was er getan hat, geht gar nicht», sagt Uhl. Aufkommen müssen dürfte der Velofahrer unter anderem für den Sachschaden an den Trams. Immerhin sind keine weiteren Verletzten bekannt – trotz Vollbremsung.

SDA/thu/rom

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