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Verein will Moschee ohne Geschlechtergraben

Frauen und Männer in einem Raum, Homosexuelle willkommen: Ein neuer Verein will eine moderne, offene Moschee gründen. Als Standort steht Zürich zur Diskussion.

Beten in der Regel getrennt von Männern: Frauen in einer Zürcher Moschee. (Foto: Urs Jaudas)
Beten in der Regel getrennt von Männern: Frauen in einer Zürcher Moschee. (Foto: Urs Jaudas)

Den Vertretern eines konservativen Islams würden die Haare zu Berge stehen: Eine Moschee, in der Frauen und Männer in einem Raum beten können. Ein Platz für Sunniten und Schiiten zugleich, Homosexuelle sind jederzeit willkommen. Das ist die Vision von Kerem Adigüzel.

Der 30-Jährige ist Mitgründer eines Vereins, der einen offenen und fortschrittlichen Islam repräsentieren will. «Die meisten Moscheen in der Schweiz vertreten nur eine bestimmte theologische Strömung», sagt Adigüzel im SRF-Regionaljournal. Zurzeit läuft die Standortsuche für ein entsprechendes Gotteshaus. Zürich steht oben auf der Wunschliste. Die Verhandlungen mit verschiedenen Liegenschaftsbesitzern seien am laufen. Es wäre die erste Zürcher Moschee, die derart offen progressive Werte vertritt.

Andersdenkende oder Menschen mit anderer sexueller Orientierung würden oft aus der muslimischen Gemeinschaft ausgeschlossen, sagt Adigüzel. In der neuen Moschee, sollen diese Gräben geschlossen werden: «Beide Geschlechter sollen frei beten können.» Ob es sich um Schiiten oder Sunniten handle, spiele keine Rolle. «Der Ort dient als Begegnungsstätte für alle.»

Adigüzel ist Betreiber des islamischen Wissensportals alrahman.de und arbeitet als Software-Entwickler bei der SBB.

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