Viele Eltern in der Stadt Zürich machen sich Geldsorgen

Nach der Geburt eines Kindes steht häufig weniger Geld zur Verfügung. Die Stadt will deshalb ihr Beratungsangebot ausbauen.

Eltern sind nach der Geburt von Kindern finanziell häufig schlechter gestellt: Eine lesbisches Paar mit seinen zwei Kindern  auf dem Spielplatz des GZ Wipkingen.

Eltern sind nach der Geburt von Kindern finanziell häufig schlechter gestellt: Eine lesbisches Paar mit seinen zwei Kindern auf dem Spielplatz des GZ Wipkingen. Bild: Gaetan Bally/Keystone

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Eine Umfrage der Schuldenpräventionsstelle zeigt: Viele Eltern in der Stadt Zürich machen sich Sorgen um die finanzielle Situation nach der Geburt. An der Umfrage nahmen rund 200 werdende Eltern teil. 69 Prozent gaben dabei an, dass sie künftig weniger Geld haben würden. 60 Prozent machten sich deswegen Sorgen.

Diese Sorgen sind begründet: Einerseits gehen die Einnahmen oftmals zurück, weil einer oder beide Elternteile ihr Arbeitspensum reduzieren. Andererseits gibt es spürbare Mehrkosten, von Windelkosten über die ausserfamiliäre Betreuung bis zur grösseren Wohnung, die eventuell nötig wird. Fachleute rechnen mit Mehrkosten von 300 bis 400 Franken pro Monat und Säugling.

Mehr Unterstützung erwünscht

Wie die städtische Schuldenprävention am Montag mitteilte, verzichten aber viele werdende Eltern auf eine Budgetplanung. Nur 44 Prozent der befragten Paare gaben an, ein realistisches Budget für die neue Situation zu erstellen. Über ein Viertel gab zudem an, das fehlende Einkommen nicht zu kompensieren.

Wie aus der Umfrage weiter hervorgeht, wünschen sich 85 Prozent der Befragten, in finanziellen Belangen unterstützt zu werden. Die Schuldenprävention der Stadt will deshalb ihr Angebot ausbauen. Bisher beriet sie vor allem Jugendliche. Künftig will diese Fachstelle auch werdende Eltern unterstützen. Dazu würden nun entsprechende Massnahmen geplant. (hwe/sda)

Erstellt: 14.10.2019, 11:32 Uhr

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