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Lampen sind ihnen nur lästig

Am heutigen Tag des Lichts warnt Pro Velo vor dem Fahren ohne Lampen. Das ist bitter nötig, wie sich in der Stadt Zürich zeigt.

Velofahrer am Zürcher Idaplatz – einer mit Licht, eine ohne.
Velofahrer am Zürcher Idaplatz – einer mit Licht, eine ohne.
Gaetan Bally, Keystone

Feierabendverkehr in der Stadt Zürich, um 17 Uhr ist es schon dunkel. Darum kommt es regelmässig zu gefährlichen Situationen. «Es ist eine Katastrophe – viele Velofahrer haben weder hinten noch vorne ein Licht montiert», ereifert sich ein Leser in der Pendlerzeitung «20 Minuten». Weil manche zudem dunkle Kleidung trügen, bemerke man sie auch bei grosser Aufmerksamkeit erst viel zu spät.

Ein Rundgang im Kreis 3 bestätigt den Eindruck. Auf der Sihlfeldstrasse zwischen Bullingerplatz und Brupbacherplatz sind Dutzende Velos unterwegs. Einige fahren sehr schnell, manche mitten auf der Strasse – und viele haben kein Licht am Velo. Ein Velofahrer hält an und gibt Auskunft: «Mir ist bewusst, dass das fahrlässig ist.»

Das Problem sei aber, dass einem die Lichter immer wieder von den Velos gestohlen werden: «Allein im vergangenen Winter habe ich vier Lichter kaufen müssen.» Diese jedes Mal abzumontieren, wenn man das Velo stehen lässt, und dann im Jacken- oder Hosensack mitzunehmen, sei zudem auch sehr unpraktisch.

Kein Verständnis bei Pro Velo

Dave Durner von Pro Velo Zürich hatte kürzlich beinahe einen Unfall, weil ein anderer Velofahrer ohne Licht unterwegs war. Für ihn gibt es keinen ersichtlichen Grund, auf Lampen zu verzichten. «Sie sind schnell montiert und kosten auch nicht die Welt.»

Juerg Haener vom nationalen Verband Pro Velo Schweiz sieht den Grund fürs Fahren ohne Licht in einem verminderten Gefahrenbewusstsein: «Viele Velofahrer schätzen die Situation und ihr Verhalten als unproblematisch ein.» Mit Kampagnen versuche man deshalb, auf das Problem aufmerksam zu machen. Etwa heute Donnerstag, am dem Tag des Lichts, in Zürich, Basel, Luzern und in weiteren Schweizer Städten.

Wer auf einer unbeleuchteten Strasse unterwegs sind, muss in Zürich mit einer Busse von 60 Franken rechnen, wenn er erwischt wird. Diese liegt laut Marc Surber, Sprecher der Stadtpolizei, im Ermessen des Polizisten: «Dieser kann auch nur eine Verwarnung aussprechen.» Ist die Strasse ausreichend beleuchtet, beträgt die Busse 40 Franken.

(übernommen von 20 Minuten, bearbeitet von Redaktion Tamedia)

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