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Was für ein Kindergarten!

Vom Chindsgi bleiben einem viele Bilder im Kopf: das Räbeliechtli-Schnitzen, das Elfiglöggli oder der Moment, in dem man sich an Micha rächte. TA-Redaktoren erinnern sich.

Thomas Hasler: «Nach zwei Jahren Kindergarten gings gebäudetechnisch, aber auch im übertragenen Sinn endlich ein Stockwerk höher – in die 1. Klasse, wo man endlich richtig lesen und schreiben lernen durfte. Meine Frage, ob sie auch mit uns in die 1. Klasse komme, verneinte das «Fräulein», das uns durch die Kindergartenzeit begleitet hatte. Worauf sich meine Frage anschloss: «Bist du denn zu dumm für die 1. Klasse?»»
Thomas Hasler: «Nach zwei Jahren Kindergarten gings gebäudetechnisch, aber auch im übertragenen Sinn endlich ein Stockwerk höher – in die 1. Klasse, wo man endlich richtig lesen und schreiben lernen durfte. Meine Frage, ob sie auch mit uns in die 1. Klasse komme, verneinte das «Fräulein», das uns durch die Kindergartenzeit begleitet hatte. Worauf sich meine Frage anschloss: «Bist du denn zu dumm für die 1. Klasse?»»
TA
Ev Manz: «Es war das Ereignis, als der Mann das erste Mal in den Chindsgi kam. Nicht nur, weil wir für diesen Moment schön frisiert (Bob mit geradem Pony) und artig gekleidet (gestricktes Wollgilet in Violetttönen) waren, sondern weil der Mann etwas bei sich trug, was ich so noch nie gesehen hatte: einen richtig grossen Fotoapparat. Mit diesem hielt er uns in Posen fest. Mich lächelnd an einem Plastiktelefon – mit Hörer, Spiralkabel und Wählscheibe.»
Ev Manz: «Es war das Ereignis, als der Mann das erste Mal in den Chindsgi kam. Nicht nur, weil wir für diesen Moment schön frisiert (Bob mit geradem Pony) und artig gekleidet (gestricktes Wollgilet in Violetttönen) waren, sondern weil der Mann etwas bei sich trug, was ich so noch nie gesehen hatte: einen richtig grossen Fotoapparat. Mit diesem hielt er uns in Posen fest. Mich lächelnd an einem Plastiktelefon – mit Hörer, Spiralkabel und Wählscheibe.»
TA
Sarah Fluck: «Micha nervte den ganzen Nachmittag: Zuerst versteckte er meine Finken, dann müpfte er mich beim Scherenschnittschneiden und zerbrach meinen Zvieri-Zwieback. Als er auf dem Nachhauseweg eine Murmel aufhob, sah ich meine Chance: Mit voller Wucht versetzte ich ihm einen Kick. Zu spät entdeckte ich meinen Opa, der mich an diesem Tag zum ersten Mal vom Kindergarten abholte. Noch heute, 27 Jahre später, erzählt dieser bei jedem Besuch, wie sehr ihn dieser ungewohnte Anblick seiner Enkelin schockiert habe. Allerdings glaube ich, auch ein bisschen Stolz herauszuhören.»
Sarah Fluck: «Micha nervte den ganzen Nachmittag: Zuerst versteckte er meine Finken, dann müpfte er mich beim Scherenschnittschneiden und zerbrach meinen Zvieri-Zwieback. Als er auf dem Nachhauseweg eine Murmel aufhob, sah ich meine Chance: Mit voller Wucht versetzte ich ihm einen Kick. Zu spät entdeckte ich meinen Opa, der mich an diesem Tag zum ersten Mal vom Kindergarten abholte. Noch heute, 27 Jahre später, erzählt dieser bei jedem Besuch, wie sehr ihn dieser ungewohnte Anblick seiner Enkelin schockiert habe. Allerdings glaube ich, auch ein bisschen Stolz herauszuhören.»
TA
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Die Zürcher Kindergärtnerinnen beklagen zu wenig Lohn und fühlen sich nicht wertgeschätzt. Unsere Anekdoten aber zeigen: Wir liebten sie.

Welche Bilder von der Kindergartenzeit haben Sie im Kopf? Senden Sie uns ein Mail an: bellevue@tages-anzeiger.ch

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