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Was nicht passt, wird passend gemacht

Die Rämistrasse ist ein verkehrstechnisches Nadelöhr. Trotzdem sieht der Richtplan beidseits der Strasse einen Veloweg vor. Ein erster Versuch zur Lösung des Problems ist gescheitert. Im Sommer gibts einen weiteren.

Früher Kampf für mehr Sicherheit: Ruth Genner, Vorsteherin des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements, forderte bereits 2008 als Kandidatin für den Stadtrat mehr Sicherheit für Velofahrer im Strassenverkehr – insbesondere auch an der Rämistrasse.
Früher Kampf für mehr Sicherheit: Ruth Genner, Vorsteherin des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements, forderte bereits 2008 als Kandidatin für den Stadtrat mehr Sicherheit für Velofahrer im Strassenverkehr – insbesondere auch an der Rämistrasse.
TA
Verkehrsknotenpunkt Bellvue.
Verkehrsknotenpunkt Bellvue.
Martin Ruetschi, Keystone
Viel Verkehr, wenig Platz: Sicht auf die Rämistrasse vom Heimplatz in Richtung Bellevue.
Viel Verkehr, wenig Platz: Sicht auf die Rämistrasse vom Heimplatz in Richtung Bellevue.
Walter Bieri, Keystone
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In der Stadt Zürich sollen in den nächsten fünf Jahren 15 neue Velorouten entstehen.So jedenfalls sieht es das Verkehrskonzept Innenstadt von 2011 und der Masterplan Velo von 2012 vor. Entsprechende Vorgaben sind auch im regionalen Richtplan der Stadt Zürich eingetragen. Das macht sie behördenverbindlich – und für das Zürcher Tiefbauamt zu komplexen Aufgaben.

Vor allem beim Bellevue ist die Verkehrssituation für Velofahrer problematisch. Die Platzverhältnisse sind knapp, der Nutzungsdruck hoch. Die Rämistrasse bezeichnete Urs Walter, Projektleiter Mobilität und Verkehr beim Tiefbauamt, gegenüber Tagesanzeiger.ch bereits vor rund zwei Jahren als besonders heikel. «Wir führen zwar keine Hitparade der städtischen Nadelöhre für Velofahrer, aber diese Stelle wäre sicher ein Kandidat für die Top Ten.» Insbesondere im unteren Bereich der Strasse sah er kaum Möglichkeiten für Verbesserungen – und nun soll genau durch dieses Nadelöhr beidseitig ein Veloweg führen.

Widerstand gegen Verkleinerung des Trottoirs

Eine erste Planauflage hierzu fand bereits im vergangenen Sommer statt. Dabei ist der Veloweg, der talwärts in Richtung Seebecken vorgesehen war, auf Widerstand gestossen. «Da dafür das Trottoir teilweise stark verkleinert worden wäre, gab es gegen diese Pläne mehrere Einwendungen, was wir nachvollziehen können. Die Situation wäre wirklich nicht optimal gewesen», sagt Tiefbauamtsprecherin Evelyne Richiger auf Anfrage. Auf der Strasse selbst gebe es jedoch keinen Spielraum für einen abgetrennten Veloweg. «Eine Zusammenlegung des Tramtrassees und des motorisierten Individualverkehrs ist nicht möglich, da es so zu Staus im öffentlichen Verkehr kommen würde.»

Keine Einwendungen gab es jedoch beim geplanten Veloweg für die gegenüberliegende Strassenseite. Dort soll das Trottoir der Rämistrasse bergwärts auch von Radfahrern genutzt werden können. «Weil sie beim Aufwärtsfahren nicht so schnell sind, erachten wir einen Mischverkehr an dieser Stelle als wenig problematisch. Zudem können die Velofahrer so sicherer den Berg hochfahren. Wir werden diese Pläne also weiterverfolgen», erklärt Richiger.

Nächste Planauflage im Sommer 2014

Noch ist unklar, wie die Verkehrssituation für Velofahrer gelöst werden soll, die auf der Rämistrasse in Richtung Bellevue fahren. «Derzeit sind wir daran, neue Massnahmen auszuarbeiten», so Richiger. «Wir werden voraussichtlich im Sommer 2014 eine Planauflage mit unserem Lösungsvorschlag durchführen. Sollte dieser angenommen werden, möchten wir das Projekt 2015 umsetzen.»

Dann ist auch der Bau eines Velowegs zwischen dem Café Felix und der Tramhaltestelle am Bellevue vorgesehen. Die Planauflage hierzu ist bereits abgeschlossen.

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