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Was nicht sein darf, kann nicht sein

Wie die Aufsichtsorgane der Zürcher IV-Stelle und der Psychiatrischen Uniklinik mit Verantwortung umgehen.

Sechs Jahre lang hatte die 59-jährige Fehraltorferin Elsbeth Isler infolge Arbeitsunfähigkeit eine volle IV-Rente bezogen. 2010 entschied die IV-Stelle Zürich nach einer Begutachtung, Isler sei zu 80 Prozent arbeitsfähig - und kürzte ihr die Rente auf ein Viertel. Als der Versuch zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt scheiterte, sprach ihr die IV die volle Rente im vergangenen Oktober wieder zu. Begründung: Sie sei nun doch nicht arbeitsfähig.

Um den falschen Entscheid von 2010 zu vernebeln, attestierte die IV Isler eine «schwere Persönlichkeitsveränderung», ohne sie psychiatrisch untersucht zu haben. Ausserdem wies die Versicherung die Psychiatrische Uniklinik an, einen positiven Bericht über Islers Arbeitsfähigkeit ins Negative zu drehen. Die Uniklinik kam dem Wunsch nach, ohne die Klientin noch einmal zu kontaktieren.

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