Was tun, wenn der Taxifahrer ablehnt?
Nicht jede Strecke passt den Zürcher Taxifahrern. So können sich Kunden wehren.
Mit dem Taxi vom Hauptbahnhof zur Langstrasse? «Nein. Das ist eine zu kurze Strecke.» Das ist eine Antwort, die offenbar immer mehr Zürcher Taxifahrer geben. Und das obwohl die gesetzlich vorgeschriebene Mitnahmepflicht gilt – auch bei Kurzstrecken. Wie kann sich der Kunde wehren?
Die Polizei rät Kunden, eine Meldung zu machen beziehungsweise Anzeige zu erstatten. Dafür gibt es bei der Stadtpolizei Zürich das Taxibüro (Tel. 117). «Eine Beschwerde alleine reicht aber nicht. Der Kunde muss eine Anzeige erstatten», erklärt Sprecher Michael Walker. Um einen Chauffeur identifizieren zu können, braucht man die Zeit und den Ort und entweder die Taxi-Nummer, die Nummer des Autoschildes, den Namen des Chauffeurs oder die Nummer des Taxiausweises.
Ausserdem gibt es eine freie Taxiwahl. Das heisst, dass Kunden sowohl das Auto als auch den Fahrer frei auswählen können. «Niemand muss das vorderste Taxi in einer Schlange nehmen», so André Küttel, Geschäftsführer bei 7x7-Taxi. Auch beim Preis gibt es Spielraum. Die Preise können variieren und sind auf dem Wagen sichtbar angeschrieben. Zur Orientierung: Der höchste Tarif liegt bei der Grundtaxe bei 8 Franken und bei der Kilometertaxe bei 5 Franken.
Taxi bestellen per App
Beschweren kann gut sein für die Seele, hilft aber nicht auf dem Nachhauseweg. Neben den wartenden Taxis, gibt es auch die Taxizentralen. Die können entweder per App oder Telefonanruf kontaktiert werden. Sie schreiben sich auf die Fahne, dass sie überall in Zürich in drei bis fünf Minuten sind.
Eine weitere Option ist aber auch der Fahrdienstanbieter Uber. Der Dienst ist bei den heimischen Taxifahrern zwar sehr unbeliebt und gilt als Hauptschuldiger für die Gewinneinbussen in der Branche. Kunden können mit der Smartphone-App schauen, wo sich der nächste Uber-Fahrer befindet und ihn darüber bestellen.
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