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Beten für die Schweiz

Ein Public Viewing ist ein Glücksspiel. Die Betreiber hoffen auf einen Schweizer Sieg – bei einigen gehts um Sein oder Nichtsein.

12 Zuschauer am Match Uruguay - Russland, magere 20, als Kolumbien gegen Japan spielt: Für die Nachmittagsspiele dieser Fussball-WM und bei weniger prominenten Paarungen musste Marion Pfiffner das Personal des Public Viewing in der Maag Event Hall auf ein Minimum herunterfahren.

Die Projektverantwortliche war trotzdem guten Mutes. Wegen der vielen Portugiesen, die traditionellerweise an die Live-Übertragungen in der Maag Hall kamen. Bisher mussten die Organisatoren noch bei jedem Portugal-Match Leute abweisen. Bereits an der EM seien viele portugiesische Fangruppen gekommen – doch jetzt sind die Portugiesen an der WM bereits ausgeschieden.

Mit 750 bis 1500 Plätzen ist das Maag Public Viewing eines der grösseren in der Stadt – und als Indoor-Veranstaltung sowohl vor Regen als auch Hitze geschützt. Anders sieht es beim grössten Zürcher Public Viewing auf dem Turbinenplatz aus: Die 3000 Plätze seien praktisch nur bei Schweiz-Spielen ausverkauft, sagt Leiter Beat Steinmann. «Beim Spiel Brasilien gegen Mexiko gestern Nachmittag sassen gerade mal 180 Leute in der Arena. Es ist einfach traurig anzusehen!» Gehe das so weiter, sehe es finanziell düster aus. Steinmann betet deshalb für einen Sieg der Schweiz.

Egal, ob die Schweiz gewinnt, es werden auf dem Turbinenplatz wie in der Maag Event Hall weiter alle Spiele gezeigt. Schliesslich sind viele der kostenpflichtigen Plätze verkauft. Auch das Open-Air-Restaurant Frau Gerolds Garten zeigt alle Spiele, obwohl die mit Schweizer Beteiligung besser besucht sind, wie Leiterin Carla Taube sagt. Bis zu 900 Leute kommen an einem Abend. Auch heute müssen wohl wieder Gäste abgewiesen werden. Reservationen nimmt das Personal nur zurückhaltend an. «Wer früh genug da ist, sollte immer die Chance auf einen Platz haben.» (lop)

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