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Wie das neue Zentrum vom Friesenberg aussieht

Trotz Widerstand realisiert die Familienheim-Genossenschaft ein Grossprojekt im Friesenbergquartier. Bis 2018 sollen 100 neue Wohnungen entstehen.

Über 100 neue Wohnungen, ein Gesundheitszentrum, ein Restaurant sowie ein Kindergarten und ein Hort sind geplant. Das Amt für Hochbauten der Stadt Zürich hatte im Auftrag der Familienheim-Genossenschaft Zürich (FGZ) einen Architekturwettbewerb für ein Zentrum Friesenberg durchgeführt. Die FGZ plant, den bestehenden Platz bis 2018 in zwei Etappen zu erneuern und eine Wohn- und Geschäftsüberbauung sowie eine neuen Zentrumsplatz zu realisieren.

Als Sieger ging das Projekt «Emma» des Teams von Enzmann Fischer Partner AG und Köpfli Partner GmbH hervor, wie das Amt für Hochbauten und die FGZ heute Donnerstag mitteilten. Die gelungene gewundene Form füge sich sehr gut in die bestehende Umgebung ein und setze mit Schulhäusern und Kirche einen Akzent, wurde die Wahl begründet.

Kosten von 75 Millionen Franken

Ausserdem erreiche das Projekt die Zielkosten von rund 75 Millionen Franken vorbildlich. Die geforderten Werte von Minergie-P- ECO-Standard würden eingehalten und die Dachflächen eigneten sich sehr gut für die Gewinnung von Strom durch Photovoltaik, heisst es weiter.

Die jetzige Anlage zwischen Schweighof und Arbentalstrasse genüge den heutigen Anforderungen bezüglich Bausubstanz, Raumstruktur und zentrumsbildender Funktion nicht mehr und müsste ohnehin einer Sanierung unterzogen werden. Die Vorteile eines Ersatzneubaus würden aber deutlich überwiegen, schreiben FGZ und Hochbauamt.

Kampf gegen das Projekt aus eigenen Reihen

Das Projekt war aber selbst innerhalb der FGZ umstritten. In einer ausserordentlichen Generalversammlung versuchten zehn Prozent der Genossenschafter Mitte April, das Vorhaben zu vereiteln. Sie verlangten ein Abbruchverbot von sämtlichen Wohnhäusern im geplanten Zentrumsgebiet. Sie unterlagen mit ihrem Anliegen aber deutlich. Drei Viertel der Genossenschaftsmitglieder stellten sich in einer Abstimmung hinter das Neubauprojekt.

Die FGZ verfügt über rund 2'200 Wohnobjekte im Friesenbergquartier. Rund 5'500 Menschen leben in Wohnungen oder Häusern der Genossenschaft. Das ist die Hälfte der Quartierbevölkerung.

SDA/jcu

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