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Wie die Zürcher FDP das Klima retten will

Weniger radikal als die Linke und wirtschaftsverträglicher: Die Freisinnigen stellten ihre Ideen für den Klimaschutz vor.

Mehr Steildächer, weniger Hürden bei der energetischen Sanierung: Dies sind zwei Forderungen der FDP.
Mehr Steildächer, weniger Hürden bei der energetischen Sanierung: Dies sind zwei Forderungen der FDP.
Fabienne Andreoli

«Netto Null», proklamierte eine Koaltion aus SP, Grünen, AL, EVP und Grünliberalen vor zwei Wochen. «Absolut illusorisch», antwortete die Stadtzürcher FDP gestern und präsentiert vor den Medien den ersten Teil ihrer eigenen Strategie für eine klimafreundliche Stadt. Anstatt den CO2-Ausstoss pro Stadtzürcher Bewohnerin und Bewohner bis 2030 auf null zu senken, suchte sie nach «realistischen Zielen», wie Severin Pflüger, der Präsident der Zürcher FDP sagte.

Das erste von der FDP vorgestellte Massnahmenpaket betrifft die Gebäude in der Stadt Zürich, den zweitgrössten Verursacher von CO2-Emissionen, wie Pflüger sagt.

Mehr Steildächer für die Stadt

So sollten etwa vermehrt Steildächer gebaut werden. Darauf liessen sich Solaranlagen sinnvoller nutzen als auf Flachdächern. Ebenso seien die bürokratischen Hürden beim Bau von Solaranlagen und der energiefreundlichen Sanierung von Häusern zu senken. Das gelte insbesondere für Gebäude, die im Inventar schützenswerter Bauten aufgelistet sind oder unter Denkmalschutz stehen. Auch neue Technologien sollen laut FDP geprüft werden. Etwa die Herstellung von CO2-neutralem Methan mit überschüssigem Strom.

Bei allen Massnahmen gleich sei der Fokus nicht nur auf den CO2, sondern auch auf die wirtschaftsverträglichkeit, die sozialen Kosten, wie auch auf mögliche Einschränkungen der Freiheit des Einzelnen, sagt Pflüger.

Desweiteren fordert die FDP vom Stadtrat, die Auswirkungen der drei bisher formulierten Klimaziele für die Stadt Zürich zu prüfen. Jene der 2000-Watt-Gesellschaft, der in der Gletscherinitiative geforderten schweizweiten Klimaneutralität bis 2050, und besagte stadtzürcher Klimaeutralität bis 2030. Dies über alle Departemente hinweg.

«Ideen sind teilweis alt»

Markus Knauss, Gemeinderat der Grünen, begrüsst zwar die Bemühungen der FDP, in einen «Ideenwettbewerb» einzutreten. Doch forderten die vorgeschlagenen Massnahmen die Netto-Null-Ziele der Klimakoalition nicht genügend heraus, wie er sagt. Die Ideen gingen teilweise zu wenig weit und seien schon alt.

In wenigen Wochen wollen die Zürcher Freisinnigen nun das zweite Massnahmenpaket zum Thema Mobilität vorstellen. Details dazu wollte Pflüger gestern noch nicht preisgeben. Klar ist, dass die gestern in Zürich formulierte Strategie, von der FDP auch in andere grössere Schweizer Städten getragen wird.

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