Zum Hauptinhalt springen

Wie trauert eine Gorilla-Mutter?

Das Zürcher Gorilla-Weibchen N’Yokumi hat am Montag ihr Junges verloren. Der Basler Primatenforscher Jörg Hess ist überzeugt, dass die Mutter-Kind-Bindung so eng ist wie bei Menschen.

Das Gorillababy Libonza kurz nach der Geburt in den Armen seiner Mutter N'Yokumi.
Das Gorillababy Libonza kurz nach der Geburt in den Armen seiner Mutter N'Yokumi.
Robert Zingg/ZOO ZUERICH

Das Gorilla-Weibchen N’Yokumi liegt rücklings im Stroh und schaut mit leerem Blick in die Ferne. Am Montagmorgen wurde ihr vier Monate altes Kind eingeschläfert. Wer das weiss, interpretiert diesen Anblick als Ausdruck tiefer Trauer. Doch dann verschränkt sie die Arme hinter dem Kopf. Relaxed – als ob sie einfach Siesta halte. «Es ist schwierig zu wissen, wie N’Yokumi sich jetzt fühlt», sagt Denise Nierentz. Sie ist Reviertierpflegerin bei den Menschenaffen im Zoo Zürich und kennt diese Gorilla-Gruppe wie kaum eine andere. Man sei gerade bei diesen Tieren stark versucht, die eigenen Empfindungen auf sie zu übertragen. «Doch damit müssen wir vorsichtig sein.»

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.