Zum Hauptinhalt springen

Wie viele Berater braucht das Land?

Im Fall Mörgeli wurden mehrere externe Berater hinzugezogen. Professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, ist grundsätzlich legitim. Bei der Vergabe eines PR-Mandats nach aussen sieht dies anders aus.

Nicht nur im Fall Carlos, auch im Fall Mörgeli hat eine kantonale Institution externe Berater zugezogen. Das gibt zu reden in Zeiten, wo die öffentlichen Gelder knapp sind und auch dem Kanton jederzeit eine neue Sparrunde bevorstehen kann. Im Fall Mörgeli kommt dazu, dass sich der betroffene SVP-Nationalrat von seinem Vorgesetzten Flurin Condrau aus dem Job ­gemobbt fühlt und nun die externen Berater ­womöglich in der Rolle der Helfershelfer sieht.

Das ist durch die nun vorliegenden Dokumente in keiner Weise belegt. Dass sich ein Institutsleiter der Universität Zürich von einem externen Organisationsentwickler beraten lässt, scheint weder aussergewöhnlich noch anstössig. Ein neues Konzept für das Medizinhistorische Museum zu entwickeln, ist eine grössere Herausforderung. Condrau scheint das ­weder sich noch Mörgeli zugetraut zu haben – wenn er dafür professionelle Unterstützung in Anspruch nahm, ist das legitim.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.