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Wie Zürich auf die letzte grosse Seuche reagierte

Acht Monate lang litt Zürich 1918 unter der Spanischen Grippe. Viele der damaligen Massnahmen kommen uns heute bekannt vor.

Marius Huber
Sonderschichten fürs Pflegepersonal und die Ärzteschaft: Schweizer Lazarett während der Spanischen Grippe 1918. Foto: RDB, Dukas
Sonderschichten fürs Pflegepersonal und die Ärzteschaft: Schweizer Lazarett während der Spanischen Grippe 1918. Foto: RDB, Dukas

Die Schulen sind geschlossen, Versammlungen verboten, Spitalbesuche verboten, und das Pflegepersonal schiebt Sonderschichten bis zur Erschöpfung – trotzdem steigt die Zahl der Infizierten weiter. Die Behörden versuchen verzweifelt, die Menschen endlich zum Abstandhalten zu bewegen. Der Zürcher Stadtrat appelliert an die Bevölkerung: Nur wenn jeder durch sein Verhalten dazu beitrage, Ansteckungen zu verhindern, gewinne man den Kampf gegen die Epidemie. Wer sich fahrlässig benehme, müsse mit einer Busse rechnen. All das klingt nur zu vertraut, aber wir schreiben nicht den 23. März 2020, sondern den 13. Oktober 1918.

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