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Wind aus Frankreich liefert Strom für Zürich

Das EWZ hat den Windpark Epinette in Nordfrankreich in Betrieb genommen. Er soll Strom für 13'000 Stadtzürcher Haushalte liefern.

Strom für 13'000 Haushalte: Die sechs Windräder des Windparks Epinette.
Strom für 13'000 Haushalte: Die sechs Windräder des Windparks Epinette.
EWZ
Die sechs Windräder haben eine Leistung von 12 Megawatt.
Die sechs Windräder haben eine Leistung von 12 Megawatt.
EWZ
Frankreich habe ein hohes Ausbaupotenzial, sagt das EWZ.
Frankreich habe ein hohes Ausbaupotenzial, sagt das EWZ.
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Nach einer Bauzeit von einem Jahr hat das Elektrizitätswerk Zürich (EWZ) heute Freitag den Windpark Epinette in Nordfrankreich offiziell eingeweiht. Der Windpark produziert bereits seit dem 14. August Strom – drei Wochen früher als geplant. Dies teilte das EWZ heute mit.

Die sechs Windräder haben eine Leistung von 12 Megawatt. Sie produzieren jährlich etwa 35 Gigawattstunden Strom. Dies entspricht dem durchschnittlichen Stromverbrauch von 13'000 Stadtzürcher Haushalten.

Der Windpark Epinette liegt in der Region Nord-Pas-de-Calais auf einem Plateau, 30 Kilometer vom Ärmelkanal entfernt. Hier herrschen besonders gute Windverhältnisse: Messungen ergaben Windgeschwindigkeiten von 7,4 Metern pro Sekunde auf der Nabenhöhe von 78 Metern. Der Windpark umfasst sechs getriebelose Windkraftanlagen. Der Spatenstich fand am 19. August 2013 statt. Das EWZ hat die Anlage zusammen mit dem deutschen Windparkentwickler Ostwind gebaut.

Nur ein Etappenziel

Stadtrat Andres Türler, Vorsteher des Departements der Industriellen Betriebe, sieht den Windpark als wichtiges Etappenziel auf dem Weg in die 2000-Watt-Gesellschaft: «Mit dem Windpark Epinette haben wir auf unserem Marathon einen Verpflegungsposten erreicht, über den wir uns freuen und wo wir uns für den weiteren Weg stärken können», schreibt er in seiner Kolumne im «Tagblatt der Stadt Zürich».

Mit dem Windpark Epinette steigert das EWZ seine Windproduktion von etwa 105 GWh auf rund 140 GWh jährlich. Und damit soll nicht Schluss sein: «Angesicht der hervorragenden Konditionen in Frankreich planen wir hier noch weitere Investitionen», sagte EWZ-Direktor Marcel Frei anlässlich der Einweihung.

Das EWZ will die Stromproduktion aus Wind- und Solarenergie massiv ausbauen. Der Ausbau soll dabei hauptsächlich im Ausland erfolgen, wie das Unternehmen schreibt. Frankreich verfüge über eines der höchsten Ausbaupotenziale für Windenergie in Europa und gehöre zu den Fokusländern, in welchen das EWZ den Windenergieausbau anstrebt. Bereits heute betreibt das EWZ fünf Windkraftanlagen in Deutschland. Die erste wurde 2008 in Betrieb genommen.

Bis 2020 soll die Produktion aus neuen erneuerbaren Energien auf 1600 GWh jährlich steigen. Dies entspricht rund 40 Prozent des heute in der Stadt Zürich verbrauchten Stroms. Ziel sei ausserdem, bis 2050 ein Windkraft-Portfolio mit einer Jahresproduktion von 2300 GWh zu realisieren.

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