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«Wir leben in einem religiösen Vakuum»

«Die Kirche ist unbequem, aber gnädiger als jede ökonomische Bilanz»: Adolf Muschg vor dem Grossmünster. Foto: Doris Fanconi

Am Sonntag steigen Sie auf die Zwingli-Kanzel. Sie sagten einmal, Sie seien «bis in die Wolle reformiert gefärbt» – meinten das aber negativ.

Werden Sie das Erbe von 500 Jahren ­Reformation verteidigen?

Gibt es für Sie tragende christliche Werte, die mit der Reformation verbunden sind?

...Sie sind wiedereingetreten?

Lebt denn die Kirche diese Feindesliebe?

Ihr Wiedereintritt ist eine Reaktion auf die Wahl Donald Trumps?

Werte wie die Feindesliebe sind nie staatstragend geworden.

Die mit Strukturprozessen beschäftigte Kirche widerspiegelt dieses Ideal also nicht?

Drängt sich da die Wertedebatte auf?

Sie werden über den Guten Hirten predigen. Die Gegenfigur zum ­autoritären Gott Ihrer ­Kindheit?

Das wäre heute der Islam?

Heute tritt der Islam gewalttätig auf.

Der Islam zeigt nicht sein wahres Gesicht?

Sie haben als Kind ein autoritäres Christentum aufgesogen, sich dann aber nicht direkt seinem mystischen Pol zugewandt, sondern dem Buddhismus.

Zieht Sie mehr das aufklärerische oder das mystische Moment zur Religion hin?

Aber Ihr Wiedereintritt in die ­Kirche ist Ausdruck eines erstarkten Glaubens?