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Wo ist Rita? (und andere Fragen)

Das Zürich-Ressort des «Tages-Anzeigers» arbeitete drei Tage lang in der Kirche. Es gab viele Besuche. Zum Beispiel von der 12-jährigen Antonie.

han
TA-Leserin Antonie nahm ihren ganzen Mut zusammen und berichtete dem Redaktor: Ihre Katze Rita ist verschwunden.
TA-Leserin Antonie nahm ihren ganzen Mut zusammen und berichtete dem Redaktor: Ihre Katze Rita ist verschwunden.
TA

Was bringt ein redaktioneller Temporär-Umzug? Zum Beispiel Begegnungen: Gespräche mit verwunderten Touristen (die wissen wollen, ob die Äpfel auf dem Tisch zum Verkauf stünden), mit treuen Leserinnen (die sagen, was sie schon immer mal sagen wollten – Nettes und weniger Nettes), mit einem wütenden Kirchenkritiker (der zur Abfederung seiner bösen Worte zwei Packungen Schokolade mitbrachte).

Und dann kam heute Mittwochmorgen auch noch Antonie aus Witikon auf Besuch.

Ist sie in einem Keller?

Das 12-jährige Mädchen hatte sichtbar allen Mut zusammen genommen, trat an den Tisch der Tagi-Redaktorinnen und -Redaktoren und fragte höflichst, ob sie kurz stören dürfe. Dann trug sie ihr Anliegen vor: Rita ist verschwunden. Antonies schwarz-braun gefleckte Katze ist seit dem 8. Juli nicht mehr aufgetaucht. Alles Suchen blieb ohne Erfolg, auch die Vermisstanzeigen im Quartier brachten Rita bisher nicht zurück. Ihre Katze sei scheu und verstecke sich oft, sagt Antonie. Ihre grösste Sorge ist daher, dass Rita in einen Keller geraten sein könnte – und dort nun nicht mehr hinauskommt.

Antonies Sorge ist nicht unbegründet. Wie eine Nachfrage beim kantonalen Veterinäramt ergab, treffen während der Sommermonate besonders viele Meldungen über vermisste Katzen ein. Einer von mehreren Gründen: Haustiere haben einen grösseren Bewegungsradius, wenn es warm ist. Folglich steigt das Risiko, dass die Tiere den Tücken eines ihnen unbekannten Orts zum Opfer fallen.

Und darum eben Antonies Weg ins Tagi-Kirchenasyl. Ihr Wunsch: Ein kleiner, aber inniger Aufruf an alle Witikerinnen und Witiker, doch in ihre Keller zu gucken und nach Rita zu rufen. Falls diese tatsächlich auftauchen sollte: Antonie wäre überglücklich.

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