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Wohngebäude sollen ohne Parkplätze erstellt werden können

Der Gemeinderat berät am Mittwoch die Parkplatzverordnung. Sie soll berücksichtigen, dass in Zürich fast die Hälfte aller Haushalte kein Auto besitzt.

Dritte Dimension: Vertikale Parkfelder in einem Hinterhof in Zürich.
Dritte Dimension: Vertikale Parkfelder in einem Hinterhof in Zürich.
Alessandro Della Bella

Beim Thema Parkplätze gehen bei Politikern die Emotionen hoch. Dem linken Lager hat es zu viele, den Bürgerlichen zu wenige. Die heutige Debatte, für die eine Doppelsitzung geplant ist, dürfte entsprechend turbulent verlaufen.

Mit der neuen Parkplatzverordnung würde die Zahl privater Parkplätze tendenziell sinken. Bauherren von Wohnhäusern sollen sich von der Pflicht befreien können, eine bestimmte Anzahl Parkplätze erstellen zu müssen. Vor allem Genossenschaften sind interessiert. Die Baugenossenschaft Zurlinde möchte als erste von der neuen Verordnung profitieren. In ihrem geplanten Wohnprojekt Sihlbogen in Leimbach sind mehr Wohnungen als Parkplätze geplant. Weil die Bahnstation direkt vor der Haustüre liegt, erhalten die Mieter ein Jahresabo für die S-Bahn, das bereits in der Miete inbegriffen ist. Zudem ist ein Carsharing-Standort vorgesehen. Ein solches Mobilitätskonzept müssen Bauherren künftig vorlegen, welche die gesetzlich vorgeschriebene Zahl unterschreiten wollen.

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