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Zoo Zürich trauert um Gorilla-Super-Mami

Sie hatte neun Junge und adoptierte zwei: Das 41-jährige Gorilla-Weibchen Mamitu musste nach einer Grippe eingeschläfert werden. Es ist der zweite Todesfall in dieser Woche.

Mit Mamitu verliert die Zürcher Gorilla-Gruppe ein wichtiges Mitglied. Video: Zoo Zürich, Nicole Schnyder

Mamitu war das mit 41 Jahren älteste Weibchen aus der Gruppe Westlicher Flachlandgorillas im Zürich Zoo. Sie kämpfte seit Herbst, als mehrere Gorillas an der Grippe erkrankt sind, mit gesundheitlichen Schwierigkeiten und hatte stark an Gewicht verloren. Besonders auffällig war zudem ihr grosser Flüssigkeitskonsum, schreibt der Zoo in einer Mitteilung.

Soziale Spannungen in der Gorilla-Gruppe hätten dazu beigetragen, dass sich Mamitu nicht richtig von ihrer Schwäche erholt hat. Doch nun hätten ihre Kräfte weiter nachgelassen, worauf der Zoo die Entscheidung traf, das Gorilla-Weibchen heute Donnerstag einzuschläfern.

Mamitu wurde 1977 geboren und kam 1979 aus Stuttgart nach Zürich. 1986 sorgte sie für den ersten Gorillanachwuchs in Zürich. Bis 2012 gebar sie weitere acht Jungtiere. Obgleich Mamitu von Hand aufgezogen worden war, betreute sie ihre Jungen und zog sie selber auf. Zweimal adoptierte sie gar ein Junges von Gorilla-Weibchen Inge.

Jetzt bleibt nur noch N'Gola

Mamitu und der 41-jährige Silberrücken N’Gola, der als Letzter der Pionier-Gorilla-Gruppe noch im Zoo Zürich ist, haben wesentlich dazu beigetragen, dass die Gruppe für ihre soziale Kompetenz europaweit bekannt ist. Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm hat deshalb die Gruppe bereits dreimal dafür genutzt, handaufgezogene Jungtiere in eine Gruppe zu integrieren und zu sozialisieren, schreibt der Zoo. In N'Golas Gruppe verbleiben nun noch fünf jüngere Weibchen: Sie sind 6 bis 18 Jahre alt. Unter ihnen sind zwei (gemeinsame) Töchter von Mamitu.

Es ist der zweite Todesfall, den der Zürcher Zoo diese Woche verkünden muss. Am Montag war das hinkende Schneeleoparden-Weibchen Dshamilja verstorben.

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