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Zu wenige Trams: Problem auf VBZ-Netz verschärft sich

Weil sich die Trambeschaffung verzögert, sind künftig auf der 8er-Linie nur noch hochflurige Trams im Einsatz.

Ein Anblick aus der Vergangenheit: Ein Cobra-Tram während der Einweihung der Linie 8. Foto: Urs Jaudas
Ein Anblick aus der Vergangenheit: Ein Cobra-Tram während der Einweihung der Linie 8. Foto: Urs Jaudas

Wer mit dem 8er-Tram in Zürich unterwegs ist, muss mit neuen Unannehmlichkeiten rechnen. Auf der vor knapp zwei Jahren eröffneten verlängerten Linie fahren künftig keine Niederflurtrams mehr. «Es müssen weitgehend sogenannte Tram-2000-Solo-Wagen eingesetzt werden, die hochflurig sind», schreiben die VBZ heute Donnerstag in einer Mitteilung. Sie begründen den Schritt mit dem knappen Fahrzeugbestand in der VBZ-Tramflotte.

Bis zum Einsatz der neuen Flexity-Trams komme es nun auf der 8er-Linie zu Einschränkungen. Das erste neue Flexity-Tram werde im Sommer 2020 die ersten Passagiere durch Zürich befördern. «Mit einer Normalisierung des Trambestands ist auf das Fahrplanjahr 2021 zu rechnen», heisst es aber in der Mitteilung weiter. Unter anderem verzögerten Rechtsstreitigkeiten um die Vergabe des 358-Millionen-Franken-Auftrags die Beschaffung des neuen Trams.

Niedrige Auslastung auf dem 8er

Bereits vor einem Jahr gaben die VBZ bekannt, dass sie ein Oldtimer-Tram zurück auf die Schiene bringen. Das «Mirage»-Tram feierte diesen September dann sein Comeback. Zwei Trams aus den 1960er-Jahren werden vorübergehend auf der Linie 17 und auch auf der Linie 8 eingesetzt.

Dass künftig vor allem auf der 8er-Linie hochflurige Trams unterwegs sind, hängt auch mit der Auslastung zusammen. In den Hauptverkehrszeiten weise das 8er-Tram die zweitniedrigste Auslastung auf, nach der Linie 15. Ist also die neue verlängerte 8er-Linie ein Flop? Hans Konrad Bareiss, Leiter Markt VBZ, verneint: «Wir sind voll auf Kurs, die Nachfrage steigt. Aber die verlängerte Linie ist noch jung, die Auslastung auf traditionellen Linien wie etwa dem 7er oder 11er verhältnismässig höher.»

Weniger Verspätungen

Auch die Verspätungen, welche die neue 8er-Linie anfangs geplagt haben, sind laut Bareiss deutlich zurückgegangen. Verschiedene Massnahmen hätten Wirkung gezeigt. Und: Die Baustelle an der Hohlstrasse, die der Pünktlichkeit beim 8er zugesetzt hat, sei nun beinahe abgeschlossen.

Besonders für Passagiere mit eingeschränkter Mobilität wird es künftig mühsam, den 8er zu benutzen. Die VBZ bieten deshalb zusammen mit der Stiftung Behinderten-Transporte Zürich (BTZ) ein Angebot für diese Personen an. «Diese können die BTZ anrufen, die Situation schildern, und ein Fahrzeug holt sie dann ab», sagt Bareiss. Einzige Bedingung: ein gültiges ZVV-Ticket für die Stadt Zürich. Die Mehrkosten übernehmen die VBZ.

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