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Alternative wollen Abstimmung über Cabaret Voltaire

Der Zürcher Stadtrat möchte zwei Grundstücke mitten in der Innenstadt tauschen. Die AL ist zwar für das Cabaret Voltaire, aber gegen den Deal.

AL ergreift das Referendum: Der Stadtrat will das Cabaret Voltaire an der Spiegelgasse, Geburtsstätte der Dada-Bewegung, von der Swiss Life übernehmen.
AL ergreift das Referendum: Der Stadtrat will das Cabaret Voltaire an der Spiegelgasse, Geburtsstätte der Dada-Bewegung, von der Swiss Life übernehmen.
Sophie Stieger

Die Alternative Liste (AL) will das Referendum gegen den geplanten Immobilientausch der Stadt Zürich mit der Anlagestiftung Swiss Life ergreifen. Dies hat die Partei an ihrer Vollversammlung entschieden. Sie fordert die Swiss Life auf, ihre Räumlichkeiten dem Cabaret Voltaire symbolisch zum Nulltarif zu überlassen.

Der Zürcher Stadtrat hat dem Gemeinderat im vergangenen Jahr die Übernahme der Liegenschaft Spiegelgasse 1, in dem das Cabaret Voltaire untergebracht ist, und eines Mehrfamilienwohnhauses im Quartier Enge von der Swiss Life beantragt. Im Tausch soll die Anlagestiftung ein Wohn- und Geschäftsgebäude an der Rämistrasse 39 sowie das Areal mit dem Parkhaus Hallenstrasse im Quartier Riesbach bekommen. Auf dem Grundstück soll eine Neuüberbauung entstehen.

So vorbehaltlos die AL Bestrebungen unterstütze, die Kulturaktivitäten an der Geburtsstätte der Dada-Bewegung auf lange Frist zu sichern, so entschieden wende sie sich gegen den zu diesem Zweck vorgeschlagenen Liegenschaften-Schacher, teilte die AL am Mittwoch mit.

Stadtrat Wolff tritt definitiv nochmals an

Weiter hat die AL am Dienstagabend Stadtrat Richard Wolff einstimmig und diskussionslos als Stadtratskandidat nominiert. Er selber habe eigentlich mit Einwänden gerechnet, sagte Wolff gegenüber dem «Regionaljournal Zürich-Schaffhausen» von Radio SRF. Vor allem weil die AL lange eine klassische Oppositionspartei gewesen sei und nach Ansicht vieler Partei-Exponenten nicht in den Stadtrat gehöre. Seine Nominierung sei aber ein klares Votum.

Neben Wolff ist Leupi der einzige amtierende Stadtrat, der seine Kandidatur bereits bekannt gab. Die Bürgerlichen kündigten erst an, bei den Wahlen zusammenzuarbeiten. CVP, FDP und SVP wollen voraussichtlich mit einem «5-er-Päckli» antreten.

Im neunköpfigen Zürcher Stadtrat sitzen aktuell vier Mitglieder der SP, zwei der FDP und je ein Mitglied der AL, der Grünen und der CVP. Die Stadtzürcher Erneuerungswahlen finden am 4. März 2018 statt.

SDA

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