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Zürcher Büro entscheidet über das Schicksal von Stuttgart 21

Die Zürcher Ingenieur- und Verkehrsplanungsfirma SMA gibt im europäischen Zugverkehr den Takt an. Ihr heikelstes Mandat: Sie muss in einem Stresstest die Tauglichkeit des Bahnhofs von Stuttgart 21 prüfen.

Das umstrittene Projekt Stuttgart 21: Der heutige Kopfbahnhof soll durch einen Durchgangsbahnhof ersetzt werden.
Das umstrittene Projekt Stuttgart 21: Der heutige Kopfbahnhof soll durch einen Durchgangsbahnhof ersetzt werden.
Illustration DB

Am 14. Juli blickt Deutschland gespannt nach Zürich. Dann entscheidet das Beratungsbüro SMA über das Schicksal des umstrittenen Untergrundbahnhofs Stuttgart 21. Tausende protestierten Anfang dieses Jahres gegen das vier Milliarden Euro teure Grossprojekt. Den Verkehrsexperten der SMA kommt in diesem Streit eine wichtige Rolle zu. Sie prüfen seit Monaten, ob der geplante Bahnhof den künftigen Herausforderungen gewachsen ist und die Berechnungen der Deutschen Bahn (DB) stimmen. In einer Simulation – dem Stresstest – stellte die DB dar, wie im Jahr 2020 zwischen 7 Uhr und 8 Uhr morgens 49 Züge abgefertigt werden. Derzeit sind es 37 Züge. Weil der Auftrag hochpolitisch ist, lehnen die SMA-Verantwortlichen Interviewanfragen vor dem Stichtag ab.

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