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Zürcher fahren deutlich mehr Velo

Im vergangenen Jahr waren die Stadtbewohner um 14 Prozent öfter mit dem Fahrrad unterwegs als im Vorjahr. In anderen Verkehrsbereichen haperts aber.

Häufiger unterwegs: Zürcher Velofahrer.
Häufiger unterwegs: Zürcher Velofahrer.
Urs Jaudas

Der heute Donnerstag vorgelegte Jahresbericht 2014 des Zürcher Aktionsplans «Stadtverkehr 2025» weist verschiedene Fortschritte in der Umsetzung des Programms auf. In gewissen Punkten geht es allerdings nicht voran.

Keine Verbesserung gab es etwa im Bereich Strassenlärmsanierung. Grund sind zahlreiche Einsprachen gegen die Einführung von Tempo 30. Fast alle Verfügungen seien damit blockiert, heisst es in einer Mitteilung des Stadtrats.

Dagegen hat sich die Qualität des öffentlichen Raums verbessert. Auch wurde das Angebot des öffentlichen Verkehrs (ÖV), Fuss- und Veloverkehrs vergrössert und die Attraktivität verbessert. Gemäss Frequenzmessungen wurde um 14 Prozent mehr Velo gefahren als im Jahr zuvor. Parallel dazu stieg allerdings auch die Zahl der Unfälle, wie es in einer Mitteilung heisst. Gespannt darf man auf die Zahlen von 2015 sein, da noch besseres Velowetter herrschte – zumindest im Sommer.

Gemäss Pro Velo Kanton Zürich bietet die deutliche Zunahme des Veloverkehrs Grund zur Freude. Zudem seien wichtige Projekte wie der Velotunnel unter dem HB oder die Veloroute ums Seebecken auf gutem Weg. Weniger gut sehe es allerdings auf Routen wie Talstrasse – Löwenstrasse aus. Dort vermisst der Veloverband eine anderwertige Priorisierung. «Überhaupt keine Verbesserung» habe es in der Langstrasse gegeben, kritisiert Pro Velo in einer Mitteilung. Ganz im Gegenteil: «Hier werden Velofahrende regelmässig mit Bussenaktionen bestraft, ohne dass ihnen eine vernünftige Alternativlösung angeboten wird.» Insgesamt gehe es in Sachen Veloförderung zwar vorwärts, stellt der verband fest. Es gehe aber einfach zu langsam und werde häufig halbherzig gemacht.

Neuer Fokus

Neu wird auch der Gewerbeverkehr als Schwerpunkt in den Aktionsplan einbezogen, wie der Stadtrat schreibt. Die Stadt beteiligt sich in diesem Zusammenhang an einem Forschungsprojekt zur urbanen Güterlogistik. Im weiteren werden Güterumschlagplätze optimiert, und die Elektromobilität im Taxi- und Gewerbeverkehr soll gefördert werden.

Im Zusammenhang mit «Stadtplan 2025» sollen auch die Verkehrsabläufe am Bellevue verbessert werden, und es sind Teststrecken für lärmarme Beläge vorgesehen. Und schliesslich soll ein überregionales Freizeitkonzept entstehen. Unter dem Namen «fil bleu» - «blauer Faden» - ist eine Veloachse entlang der Glatt geplant.

10 Prozent mehr ÖV, Fuss- und Veloverkehr

Das Programm «Stadtverkehr 2025» wurde vom Stadtrat 2012 im Hinblick auf die Umsetzung der Städteinitiative lanciert. Ziel ist, den Anteil öV, Fuss- und Veloverkehr am Gesamtverkehr innert zehn Jahren um 10 Prozentpunkte zu erhöhen.

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