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Zürcher Häftlinge mit Rockmusik beschallt

Auf der Wache am Hauptbahnhof dröhnt Musik, damit sich Festgenommene nicht absprechen können. Das ist unhaltbar, finden Rechtsanwälte.

Als der Pikettverteidiger Simon Epprecht am 28. Juli dieses Jahres auf dem Posten der Kantonspolizei im Zürcher Hauptbahnhof eintraf, wunderte er sich: Im Korridor vor der Zelle seines Klienten dröhnte – in hoher Lautstärke – ein Song von Bon Jovi.

Die Musik lief offenbar schon länger. Die Polizisten wollten damit verhindern, dass sich der Verhaftete und ein zweiter Häftling in der Zelle nebenan durch Klopfen oder Zurufen miteinander absprechen könnten. So erklärten es die Beamten dem Verteidiger. Im Posten am Hauptbahnhof seien die Zellen ungünstigerweise direkt nebeneinander angeordnet, sodass es zur Verhinderung der Verdunkelungsgefahr keine andere Möglichkeit gebe.

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