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Zürcher Kasernenareal wird frei

Der Zürcher Regierungsrat gibt grünes Licht für eine Neunutzung des gesamten Kasernenareals.

Das Kasernenareal wird endlich wie versprochen frei für eine neue Nutzung. Bild: Urs Jaudas
Das Kasernenareal wird endlich wie versprochen frei für eine neue Nutzung. Bild: Urs Jaudas

Politisch wurde lange um das Gebiet mitten in der Stadt Zürich gestritten: Entgegen den Zusicherungen bei der Abstimmung über das neue Polizei- und Justizzentrum PJZ wollte der Regierungsrat nicht das gesamte Kasernenareal freigeben – die Polizeikaserne sollte vorerst für die Führungsbereiche der Kantonspolizei Zürich weitergenutzt werden.

Die mutigsten Visionen für das Kasernenareal

Das Kasernenareal beflügelt die Fantasie von Architekten und Landschaftsgärtnern seit je: Peter Moor und André Meiers «See» von 2001. Das Wasser kann auch abgelassen und die Fläche als Platz genutzt werden.
Das Kasernenareal beflügelt die Fantasie von Architekten und Landschaftsgärtnern seit je: Peter Moor und André Meiers «See» von 2001. Das Wasser kann auch abgelassen und die Fläche als Platz genutzt werden.
Peter Moor Architekten
Die totale Überbauung: Der Beitrag «Projekt Phoenix» von Andreas Lüthi zum «Hochparterre»-Wettbewerb von 2001.
Die totale Überbauung: Der Beitrag «Projekt Phoenix» von Andreas Lüthi zum «Hochparterre»-Wettbewerb von 2001.
Burkhard & Lüthi Architektur GmbH
Geht es nach Andreas Diethelm, wäre ein Schulgarten an dieser Lage sinnvoll. Denn im Umkreis von nur einem Kilometer liegen ein Dutzend öffentliche Schulen und ebenso viele Kindergärten. Das Gebiet ist jener weisse Fleck, wo die Schweizerische Gesellschaft für Schülergärten (SGS) keine Kurse anbieten kann, weil all diese Schulen über keine Gärten verfügen. Mehr dazu im Beitrag: Kopfsalat von der Kasernenwiese und unter Schul- und Quartiergarten Kaserne.
Geht es nach Andreas Diethelm, wäre ein Schulgarten an dieser Lage sinnvoll. Denn im Umkreis von nur einem Kilometer liegen ein Dutzend öffentliche Schulen und ebenso viele Kindergärten. Das Gebiet ist jener weisse Fleck, wo die Schweizerische Gesellschaft für Schülergärten (SGS) keine Kurse anbieten kann, weil all diese Schulen über keine Gärten verfügen. Mehr dazu im Beitrag: Kopfsalat von der Kasernenwiese und unter Schul- und Quartiergarten Kaserne.
Andreas Diethelm
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Der Regierungsrat stellte sich auf den Standpunkt, dass damit ja bloss rund 7 Prozent der Gesamtfläche weiterhin bei der Polizei verblieben. Die übrige Fläche – die Kasernenwiese, die Militärkaserne und das abzureissende provisorische Polizeigefängnis – könnte neu genutzt werden.

Doch im Kantonsrat stiess der Regierungsrat damit auf heftigen Gegenwind: Es gingen mehrere Vorstösse ein, und im März passte das Parlament das PJZ-Gesetz so an, dass beim Bezug des neuen Polizei- und Justizgebäudes das Kasernenareal vollumfänglich einer neuen Nutzung zugeführt werden muss.

Gegen diese Gesetzesänderung ging kein Referendum ein, hält der Regierungsrat in seinem Bericht zum GLP-Postulat «Ehrliche Umsetzung des PJZ-Gesetzes» fest, der am Donnerstag veröffentlicht wurde.

«Damit erhielt der Regierungsrat den Auftrag, alle Räumlichkeiten freizugeben», schreibt dieser weiter. Das Anliegen des Postulates, mit dem das Areal «langfristig und unwiderruflich der Zürcher Bevölkerung zur Verfügung» gestellt werden sollte, sei damit erfüllt. (rar/sda)

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