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Zürcher Polizei hält verdeckte Fan-Überwachung für heikel

Die Stadtpolizei hat gegenüber dem Überwachungsprojekt der Swiss Football League rechtliche Bedenken.

In Zürcher Stadien filmen vorerst keine privaten Sicherheitsfirmen: Rauch steigt auf im GC-Sektor im Super-League-Fussballspiel zwischen den Grasshoppers und dem FC Zürich im Zürcher Letzigrund. (2. Oktober 2011)
In Zürcher Stadien filmen vorerst keine privaten Sicherheitsfirmen: Rauch steigt auf im GC-Sektor im Super-League-Fussballspiel zwischen den Grasshoppers und dem FC Zürich im Zürcher Letzigrund. (2. Oktober 2011)
Alessandro Della Bella, Keystone

Das Projekt «Focus One» der Swiss Football League (SFL) stösst in Zürich auf Skepsis: Solange die Rechtslage nicht geklärt ist, hält die Zürcher Stadtpolizei es für heikel, dass private Sicherheitsfirmen die Gästefans auf öffentlichem Grund filmen oder fotografieren. Der Verband Swiss Football League will gewalttätige Fans bei Fussballspielen besser identifizieren können. Wie der Verband diese Woche bekannt gab, sollen bei Risikospielen deshalb private Kamerateams eingesetzt werden, welche die Gästefans in- und ausserhalb des Stadions filmen.

Gefilmt wird bereits seit Mitte März. Publik machte der Fussballverband das Projekt aber erst jetzt. In den vergangenen Wochen kamen die Kamerateams bei sieben Meisterschafts- und Cupspielen zum Einsatz. Die lokalen Behörden mussten dazu jeweils grünes Licht erteilen.

Private Kamerateams ausserhalb des Stadions auf öffentlichem Grund filmen zu lassen, sei rechtlich heikel, sagte Sprecher Marco Cortesi am Mittwoch gegenüber dem «Regionaljournal Zürich-Schaffhausen» von Radio SRF 1. Er würde es begrüssen, wenn die Rechtslage baldmöglichst geklärt und das Vorgehen in der Schweiz einheitlich geregelt würde. Das Hochrisiko-Spiel FCZ - FCB vom kommenden Sonntag dürfte somit ohne Überwachung durch private Kameraleute über die Bühne gehen.

SDA/thu

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