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Zürcher Polizei stockt nach Saubannerzug auf

Nach den Vandalenakten vom Februar reagiert der Stadtrat: Die Polizeipräsenz in der Stadt wird an Wochenenden erhöht. In seinem Bericht wird auch Kritik laut.

Mehrere hunderttausend Franken Sachschaden: Fenster im Kreis 4 nach der illegalen Demonstration im Februar.
Mehrere hunderttausend Franken Sachschaden: Fenster im Kreis 4 nach der illegalen Demonstration im Februar.

Der «Saubannerzug» von Anfang Februar durch die Zürcher Stadtkreise 4 und 5 hat Konsequenzen: Die Polizeipräsenz wird am Wochenende erhöht. Zudem werden Verbesserungen der Abläufe bei der Stadtpolizei geprüft. Dies geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Antwort des Zürcher Stadtrates hervor.

In der Nacht vom 6. auf den 7. Februar waren mehrere hundert Personen durch die Stadtkreise 4 und 5 gezogen. Ein Mix aus Linksautonomen, Hooligans und Partygängern hatte sich beim Carparkplatz in der Nähe des Hauptbahnhofs versammelt. Bei der Demo entstand ein Sachschaden von mehreren hunderttausend Franken.

Zu wenige Leute vor Ort

Die Stadtpolizei wurde von der nicht bewilligten «Reclaim the Street»-Aktion überrumpelt. Sie war mit zu wenig Leuten vor Ort, und konnte keine Personenkontrollen durchführen. Auch Verzeigungen und Festnahmen waren nicht möglich. FDP- und SVP-Gemeinderäte verlangten daraufhin vom Stadtrat Auskunft - insbesondere über das weitere Vorgehen.

Gemäss Stadtrat prüft die Stadtpolizei nun «mögliche und sinnvolle» Massnahmen, um bei ähnlichen Vorkommnissen besser gewappnet zu sein. Verbessert werden sollen beispielsweise der Zusammenzug der diensthabenden Polizistinnen und Polizisten und die Alarmierung derer, die frei haben. Zur Diskussion steht auch der Beizug anderer Polizeikorps, beispielsweise der Kantonspolizei - zur Unterstützung.

Bessere Informationsbeschaffung

Für den Stadtrat ist klar, dass der Personalbestand der Polizei nicht dermassen erhöht werden kann, um «rund um die Uhr» für ein solches Ereignis gewappnet zu sein. Dies wäre «unverhältnismässig und mit übermässig hohen Kosten verbunden», schreibt er.

Der Sollbestand der Stadtpolizei soll jedoch erhöht werden. Auch die Polizeipräsenz an Wochenenden wird verstärkt. Verbessert werden soll auch die Beschaffung von Informationen über illegale Veranstaltungen. Allerdings nur, wenn die Beschaffung rechtlich zulässig ist.

SDA/oku

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