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Zürcher Polizei sucht gefährlichen Neonazi

Die Kantonspolizei sucht öffentlich nach dem mutmasslichen Schützen, der am Wochenende auf einen Mann schoss. Der Rechtsradikale hätte eigentlich eine Gefängnisstrafe absitzen müssen.

Gemäss den bisherigen Erkenntnissen der Stadtpolizei Zürich kam es kurz nach 2 Uhr an der Niederdorfstrasse 30 zu der Auseinandersetzung. Im Verlauf des Streites schoss ein unbekannter Mann auf einen 26-jährigen Schweizer und verletzte diesen am Oberkörper schwer. Das Opfer musste mit der Sanität ins Spital gebracht werden. Der Täter flüchtete anschliessend in Richtung Limmatquai.

Der 24-Jährige aus Grenchen ist bekennender Neonazi und wurde vom Solothurner Obergericht dieses Jahr zu 39 Monaten Gefängnis verurteilt. Gemäss «Tages-Anzeiger», «Blick» und «20 Minuten» wurden Sebastien N. 44 Delikte vorgeworfen, darunter Rassendiskriminierung, Drohung, Vergehen gegen das Waffengesetz und Gewalt gegen Beamte.

Verurteilt, aber trotzdem frei

Gemäss Tages-Anzeiger war N. auf freiem Fuss, weil er sich bereit erklärte, Medikamente gegen seine Alkoholsucht einzunehmen.

Zu erkennen ist N. leicht: Sein linker Arm ist mit Tätowierungen übersät, auf seinem Kehlkopf prangt ein SS-Totenkopf und auf seiner Brust ist das Porträt Adolf Hitlers verewigt. Sebastien N. ist gemäss Angeben der Zürcher Kantonspolizei 1,89 Meter gross und athletisch gebaut. Seine blonden Haare sind kurz abrasiert.

Wer den mutmasslichen Schützen sieht oder Angaben zu seinem Aufenthaltsort machen kann, soll umgehend den Polizeinotruf 117 wählen, aber auf keinen Fall selber eingreifen, mahnt die Polizei. Der Mann sei möglicherweise immer noch bewaffnet und gilt als gefährlich. Laut Polizei sei es aber auch möglich, dass sich N. bereits ins Ausland abgesetzt habe.

Das Opfer befindet sich nach wie vor in Spitalpflege; sein Zustand ist stabil. Das Motiv sowie der genaue Tatablauf sind nach wie vor unklar. Unklar ist auch, ob das Opfer ebenfalls der Neonazi-Szene angehört oder Opfer fremdenfeindlichen Gedankenguts wurde.

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