Zum Hauptinhalt springen

Zürcher Stapi – SVP sucht bürgerlichen Schulterschluss

Die SVP der Stadt Zürich will nach Möglichkeit einen linken Stadtrat - und vor allem einen linken Stadtpräsidenten - als Nachfolger für Elmar Ledergerber (SP) verhindern.

Nach dem Rücktritt von Elmar Ledergerber sei es nun vor allem wichtig, dass man sich auf eine bürgerliche Variante einigen könne, sagte SVP-Parteipräsident Rolf A. Siegenthaler am Montagabend im Anschluss an die Geschäftsleitungssitzung gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Es gelte, einen linken Stadtpräsidenten zu verhindern. «Deshalb suchen wir in den kommenden Tagen das Gespräch mit den Parteispitzen von FDP und CVP.»

Endlich in die Exekutive

Die SVP, die nicht in der Zürcher Exekutive vertreten ist, weiss um ihre schwierige Position in diesem Wahlkampf, «doch es kann nicht sein, dass die SVP in der Stadt immer leer ausgeht», so Siegenthaler. «Alleine haben wir keine Chance, doch auch die FDP ist auf Schützenhilfe angewiesen.» Die Frage sei nun deshalb, was die Freisinnigen bereit seien, dafür zu tun.

Der SVP-Parteipräsident betonte, wie wichtig eine breite Übereinstimmung im bürgerlichen Lager sei. Man haben mit CVP und FDP bereits Gespräche zu anderen Themen geführt, und das in einem «sehr konstruktiven Rahmen». «Nun müssen wir schauen, was wir für ein bürgerliches Zürich herausholen können», sagte Siegenthaler.

Martelli alleine gegen SP chancenlos

Die FDP hatte bereits am Tag des Rücktritt von Ledergerber angekündigt, mit ihrer Stadträtin Kathrin Martelli ins Rennen ums Stadtpräsidium zu steigen. Und auch die SP meldete ihren Anspruch auf das Präsidentenamt noch am gleichen Tag an - ohne jedoch konkrete Namen zu nennen. «Gegen eine linke Kandidatur ist auch die FDP alleine machtlos», sagte Siegenthaler weiter.

Am kommenden Donnerstag treffen sich die Delegierten der SVP Stadt Zürich. Siegenthaler wird sie über die Gesprächspläne informieren. «Beschlossen wird jedoch noch nichts.» Zuerst müssten die Ergebnisse der Gespräche abgewartet werden.

SDA/cpm

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch