Zürich bekommt einen «H.R.-Giger-Weg»

Der verstorbene Meister des Verstörenden wird am Rand eines Zürcher Aussenquartiers verewigt – mit einem Weg, der seiner angeblich würdig sein soll.

Hat ganz in der Nähe gelebt: H.R. Giger 1995 in seinem Haus in Zürich.

Hat ganz in der Nähe gelebt: H.R. Giger 1995 in seinem Haus in Zürich. Bild: Martin Ruetschi/Keystone

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Die Stadt Zürich benennt eine Strasse nach dem 2014 verstorbenen Künstler H.R. Giger, der vor allem dank seiner furchterregenden Alien-Figur Weltruhm erlangte. Die Verbindung zwischen Ettenfeld- und Unterwerkstrasse in Zürich-Seebach, die voraussichtlich ab Frühling 2017 gebaut wird, erhält den Namen «H.R.-Giger-Weg», wie der Stadtrat heute Mittwoch mitteilte.

In dieser Gegend wird ab 2017 der Giger-Weg gebaut. Bild: Google Street View

H.R. Giger hatte viele Jahre ganz in der Nähe gewohnt und gearbeitet. Vorgeschlagen hatte die Benennung der interimistische Seebacher Quartiervereinspräsident. Ein Augenschein durch Mitglieder der Strassenbenennungskommission habe gezeigt, «dass die Wegverbindung würdig genug sein wird, den Künstler mit dieser Wegbenennung zu ehren», heisst es in der Mitteilung.

Internationale Erfolge

Der Maler, Zeichner und Industrial Designer H.R. Giger gehörte zu den wichtigsten Vertretern des Fantastischen Realismus. Er wurde 1940 in Chur geboren. Nach Abschluss des Gymnasiums und einer Bauzeichnerlehre studierte er Innenarchitektur und Industriedesign an der Kunstgewerbeschule in Zürich.

Bereits früh etablierte er sich in der Popkultur – seine Plattencovers für Debbie Harry und Emerson, Lake & Palmer gelten als Meilensteine. Seine Mitarbeit am Science-Fiction-Film «Dune» brachte ihm den Auftrag zur Ausstattung für Ridley Scotts «Alien». 1980 wurde Giger für seine Mitarbeit an diesem Film mit dem Oscar in der Kategorie «Beste visuelle Effekte» geehrt. (hub/sda)

Erstellt: 24.08.2016, 14:58 Uhr

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