Zürich erhält neuen Springbrunnen

Der Springbrunnen in der Enge ist ausser Betrieb. Ein neues Wasserspiel soll vielseitiger plätschern - aber erst nächstes Jahr.

Eine Skulptur aus Wasser: Visualisierung des geplanten Jet d'eau in der Enge. (Visualisierung: ZUEND ZUERICH)

Eine Skulptur aus Wasser: Visualisierung des geplanten Jet d'eau in der Enge. (Visualisierung: ZUEND ZUERICH)

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Brunnen Nummer 1261 spritzt nicht mehr. Fertig Fontäne im Seebecken. Nach zwanzig Jahren versagten die Pumpen ihren Dienst. Mit dem Aquaretum verschwindet ein Wahrzeichen aus dem Stadtbild. Das darf doch nicht wahr sein!

Ist es auch nicht. Nur temporär ausser Betrieb, versichern die Zurich Versicherungen gegenüber der NZZ, die heute über das fehlende Plätschern am Hafen Enge berichtete. Anfang des kommenden Jahres soll das Nachfolgemodell eingeweiht werden. Wie vor 20 Jahren kommt die Zurich für die Kosten des Brunnens, für Betrieb und Unterhalt auf. Das Geschenk von 1998 wird quasi ersetzt. Damals war die Feier des 125-jährigen Bestehens der Zürich Anlass für ein Präsent an die Stadt.

Mehr Wasserspiel als Springbrunnen

Die Nummer 1261 im städtischen Brunneninventar, das sind 16 Unterwasserpumpen und 96 Unterwasserleuchten. 25 Meter hoch spritzt das Wasser, steht im Brunnenguide der Stadt Zürich. Eingerichtet hat das Wasserspiel damals eine deutsche Firma im Auftrag der Versicherung, die seither die Pünktchen über dem ü verloren hat. Aquaretum weil Gegenüber des Arboretum. Nun müssten die Steuerungsanlage und die Elektroversorgung des Springbrunnens ersetzt werden, was sich nicht mehr lohne, wie Zurich-Mediensprecher Frank Keidel gegenüber der NZZ sagt. So habe man sich entschieden, ein «neues Konzept zu erarbeiten».

Der alte Jet d'eau, als er noch spritzte. Foto: Archiv TA

Es wird zwar alles besser – aber nicht alles höher. Der neue Springbrunnen setzt sich aus 12 Düsen zusammen, die wie Bojen auf dem See schwimmen. Diese können gesteuert werden, so, dass die Wasserstrahlen verschiedene Formen in den Himmel zeichnen. In der Visualisierung sind es Bögen – das Wasserspiel erhält so etwas Skulpturales.

Grösser, moderner – aber nicht höher

Wie beim Vorgängermodell wird der neue Jet d’eau beleuchtet – und wie beim alten Springbrunnen spritzt das Wasser nicht höher als rund 25 Meter in den Stadthimmel. So bleibt der historische Springbrunnen in Richterswil die höchste Fontäne des Zürichsees. Sie schiesst das Wasser 101 Meter in die Höhe – und das alleine durch die Schwer- und ohne Pumpenkraft. Hingegen ist der Durchmesser des neuen Brunnens deutlich grösser. Statt acht werden es neu zwanzig Meter sein.

Der Springbrunnen war offensichtlich bei der Bevölkerung beliebt. Es seien besorgte Anrufe eingegangen, sagt Zurich-Mediensprecher Keidel. Sie müssen sich eine Seesaison lang gedulden.

Erstellt: 15.06.2018, 11:43 Uhr

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