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Zürich ist für alle da

Es spricht für die Stadt, dass sie so wenig Eingeborene hat.

Hier ist Zürich besonders unzürcherisch: Terasse der ETH. Foto: Walter Bieri (Keystone)
Hier ist Zürich besonders unzürcherisch: Terasse der ETH. Foto: Walter Bieri (Keystone)

400'000 Menschen wohnen in Zürich, aber nur jeder fünfte wurde hier geboren. Man nennt diese Minderheit Urzürcher. Das klingt nach Pfahlbauern, aber sie sind nicht ausgestorben, es gibt bloss immer weniger von ihnen. Seit Beginn der Siebzigerjahre sinkt ihre Zahl fast kontinuierlich.

Zürich wird oft gescholten. Die Stadt sei doppelt so gross wie der Wiener Zentralfriedhof, sagen die Wiener, aber nur halb so lustig. Die Berliner finden Zürich langweilig, reich und bieder. Den Bernern gefällt an Zürich nur der Zug nach Bern. Die Basler nehmen den Zürchern bis heute übel, dass Zürich wichtiger ist. Und die Welschen halten Zürich für die deutsche Schweiz, was nicht als Kompliment gedacht ist. Der beste Witz über Zürich handelt vom Zürcher, der zum ersten Mal den Pazifik sieht und sagt: Den habe ich mir jetzt grösser vorgestellt.

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