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Zürich ist in den Ferien, wenn ...

Wer derzeit mit offenen Augen durch die City radelt, findet da und dort Indizien dafür, dass unsere Stadt definitiv im Urlaubsmodus angekommen ist.

Thomas Wyss
Wenn alle in den Ferien sind, bleiben die E-Bikes der Stadt auch an bester Lage unbenutzt. Alle Bilder: Thomas Wyss
Wenn alle in den Ferien sind, bleiben die E-Bikes der Stadt auch an bester Lage unbenutzt. Alle Bilder: Thomas Wyss

... man es im Tram vom Stadtrandquartier in die City vor lauter Ruhe schafft, den ersten Satz von Thomas Pynchons kryptischem Roman «V.» zu lesen, ohne einmal den Faden zu verlieren. (Der Satz ist in der Taschenbuchausgabe über eine Seite lang, und es tauchen darin gefühlt 30 verschiedene Protagonisten auf.)

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... die Stadtpolizei vor acht Uhr morgens an verkehrsreicher Lage (zum Beispiel am Waffenplatz) zwecks Beschäftigungstherapie der überzähligen Beamten eine Kontrolle durchführt und dabei einen mehrere Hundert Meter langen Stau verursacht.

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... die besten Zürcher Gratisvelos an bester Lage zur besten Tageszeit unbenutzt rumstehen.

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... an der Kraftstrasse am Zürichberg kaum noch Kraftfahrzeuge verkehren.

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... die Barhocker vor den Afterwork-Bars mangels Afterwork-People vom Barpersonal benutzt werden.

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... zwei der vier angeblich besten Gelaterias der Stadt am Morgen ganz leer, am Mittag ziemlich leer, am Nachmittag fast leer und am Abend elend leer sind.

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... Leute mit dem Rollator folgenlos bei Rot über den Fussgängerstreifen gehen können.

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... das Rathaus rein äusserlich irgendwie ratlos wirkt.

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... die Angestellte des Nail-Studios vor dem Laden rauchend ihre Nägel lackiert (und auf die Frage nach der aktuellen Trendfarbe antwortet: «Sorry, bei den Gays weiss ich nicht Bescheid.»)

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... alle in irgendeiner Form an irgendeinem Verkehr teilnehmenden Menschen mit markant verringerter Geschwindigkeit unterwegs sind.

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... die Flüche der notorisch fluchenden «Stammgäste» an der Ecke Militär-/Langstrasse deutlich von den nördlichen in die südlichen Körperregionen wandern (konkret: «Chumm da ane, du chliine Wixer» statt «Heb d Frässi, du blöde Hornochs»).

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* Es handelt sich um das Zelt des Sommerfestivals Rundfunk.fm, das von heute Donnerstag bis zum 31. August stattfindet.

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