Zürich nimmt fast 180 Millionen Franken mehr ein als erwartet

Wie in der Stadt Zürich aus einem budgetierten Minus von rund 27 Millionen Franken ein sattes Plus wurde.

Geldsegen für die Stadt Zürich: Die Rechnung 2017 weist ein deutliches Plus aus.

Geldsegen für die Stadt Zürich: Die Rechnung 2017 weist ein deutliches Plus aus. Bild: Thomas Egli

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Sattes Polster: Die Rechnung 2017 der Stadt Zürich weist ein Plus von 152,6 Millionen Franken auf. Dies ist laut Finanzvorstand Daniel Leupi (Grüne) ein «erfreuliches Ergebnis». Es bestätige die auf Verlässlichkeit ausgerichtete Finanzpolitik der Stadt. Ungewissheit bringe die Unternehmenssteuerreform mit sich.

Budgetiert war ein Minus von 27,3 Millionen Franken. Zusammen mit den vom Stadtparlament genehmigten Zusatzkrediten und Globalbudget-Ergänzungen fällt das Ergebnis gar um 177,6 Millionen Franken besser aus als geplant, wie es in der Mitteilung des Finanzdepartementes von heute Dienstag heisst.

Der Aufwand betrug 8,935 Milliarden Franken, der Ertrag 9,087 Milliarden Franken. Das Eigenkapital belief sich per Ende Jahr auf 1,168 Milliarden Franken. Der Selbstfinanzierungsgrad liegt bei 138,4 Prozent.

Das gegenüber dem Budget besser ausgefallene Ergebnis ist gemäss Mitteilung auf verschiedene Faktoren zurückzuführen: Beispielsweise erzielte die Stadt aus den Aktien der Flughafen Zürich AG einen Kursgewinn von 52 Millionen Franken. Und mit 395 Millionen Franken liegt der Ertrag aus den Grundstückgewinnsteuern 125 Millionen Franken über dem Budget.

Die Steuereinnahmen betragen 2,897 Milliarden Franken, 58 Millionen Franken weniger als im Rekordjahr 2016. Die Steuererträge der natürlichen Personen sind mit 1,477 Milliarden Franken um 14 Millionen Franken tiefer als erwartet. Bei den juristischen Personen verfehlt das Rechnungsergebnis von 774 Millionen Franken den «optimistisch budgetierten Wert» um 83 Millionen Franken.

Handlungsfähig bleiben, Wachstum bewältigen

Der Stadtrat will seine Finanzpolitik fortsetzen, damit Zürich ein attraktiver Wohn- und Wirtschaftsstandort bleibt. «Mit dem erfreulichen Rechnungsergebnis und einem angemessenen Eigenkapital bleibt die Stadt Zürich handlungsfähig», wird der Vorsteher des Finanzdepartements zitiert.

Die wachstumsbedingt steigenden Kosten könnten jedoch nur bewältigt werden, wenn die Einnahmen verlässlich gesichert seien und die Stadtverwaltung auch in Zukunft kostenbewusst unterwegs sei, heisst es weiter. Ein Unsicherheitsfaktor ist laut Leupi insbesondere die Unternehmenssteuerreform (SV 17). (sda)

Erstellt: 13.03.2018, 09:37 Uhr

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