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Zürich und sein Velo-Flashmob Critical Mass

Am Bürkliplatz startet einmal im Monat eine Velo-Demonstration. Was wollen diese Leute?

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«Wir sind der Verkehr!»: Die Velofahrer blockieren die Autofahrbahnen und überqueren dann auch bei Rot. (Video: Anja Stadelmann)

Am Freitagabend hat in Zürich eine weitere sogenannte Critical Mass stattgefunden: Hunderte Fahrradfahrer fuhren gemeinsam vom Bürkliplatz durch die Innenstadt. Die Critical Mass in Zürich findet mit Unterbrüchen seit rund zwanzig Jahren statt. Waren es anfangs aber nur ein paar Dutzend, fährt seit diesem Jahr eine Rekordzahl an Teilnehmenden mit.

Hinter Critical Mass steht die Idee, dass ein Haufen Leute – also eine kritische Masse – sich an einem Ort trifft und gemeinsam mit dem Velo durch die Stadt fährt und dadurch den Autoverkehr behindert.

Importiert aus den USA

«Wir blockieren nicht den Verkehr – wir sind der Verkehr!», steht in der Einladung zur Veranstaltung auf Facebook. Wer hinter dem Aufruf steckt, ist unbekannt. Der Anlass sei notwendig, da wer sich mit seinem Fahrrad in den Verkehr begibt, täglich grossen Gefahren ausgesetzt sei und als minderwertiger Verkehrsteilnehmer marginalisiert werde, steht auf der Website von Critical Mass Zürich.

Diese Form von Velo-Demo kommt ursprünglich aus San Francisco, wo 1992 zum ersten Mal eine Gruppe Velofahrer für eine Stadtfahrt zusammengekommen ist. Mittlerweile hat sich die Critical Mass zu einer weltweiten Bewegung entwickelt. So finden derzeit in gut 300 Städten monatliche Rundfahrten statt.

Ohne Gesuch

Für diesen Velo-Flashmob und dessen Vorgänger seien bei der Stadtpolizei keine Gesuche eingegangen, wie Marco Cortesi von der Stadtpolizei Zürich mitteilt. Doch habe es bisher vonseiten der Polizei auch keine grösseren Interventionen gebraucht, da es zu keinen grossen Verkehrsbehinderungen gekommen sei. «Wir behalten die wachsende Bewegung aber im Auge.», so Cortesi.

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