Zum Hauptinhalt springen

«Zürich wird sich an der Frauenquote die Zähne ausbeissen»

Bern hat als erste Schweizer Stadt eine Geschlechterquote für Kaderstellen beschlossen. Exekutivmitglied Alexandre Schmidt (FDP) berichtet über die ersten Erfahrungen – etwa die Mühe, genügend Männer zu finden.

«In zehn Jahren wird hoffentlich niemand mehr über die Quote für Frauen reden. Dann sind sie einfach da»: Alexandre Schmidt.
«In zehn Jahren wird hoffentlich niemand mehr über die Quote für Frauen reden. Dann sind sie einfach da»: Alexandre Schmidt.
Peter Schneider/Keystone

Im September 2012 hat das Berner Stadtparlament als erstes in der Schweiz die Regierung beauftragt, auf Kaderebene eine 35-Prozent-Frauenquote einzuführen. Wie setzen Sie die Vorgabe um?

Lassen Sie mich zuerst sagen: Der Beschluss ist schneller gefasst als realisiert! Wir haben richtigerweise die Vorgabe, die Quote nur über die natürliche Fluktuation zu erreichen. Das heisst, es wird dauern. Zudem haben wir eine Art Ventilklausel: In männerlastigen Berufsgattungen wie dem Ingenieurswesen oder der Informatik müssen wir die Quote nicht erreichen. Noch offen ist, ob wir hier ein tieferes Ziel setzen und welche Auswirkungen dies auf die Gesamtquote haben darf. Das Reglement steht noch nicht, es ist eine steinharte Knacknuss. Für mich ist aber klar: Das Ziel soll erreicht werden, ohne dass durch Überregulierung Sand ins Getriebe kommt.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.