Zum Hauptinhalt springen

Zürich zieht immer mehr Touristen an

Am grössten ist das Wachstum bei den Gästen aus China. Zürich Tourismus möchte nun mehr Shopping-Möglichkeiten an Sonntagen.

Hélène Arnet
Indische Touristen am Bürkliplatz: Leichter Rückgang beim Tourismus aus Indien, dafür kommen mehr Gäste aus China.
Indische Touristen am Bürkliplatz: Leichter Rückgang beim Tourismus aus Indien, dafür kommen mehr Gäste aus China.
Urs Jaudas

Rund 12'000 Mitarbeitende einer chinesischen Kosmetikfirma übernachteten im Mai dieses Jahres in Zürich. Ein solcher Ansturm schlägt sich auch in der Statistik nieder. Zürich Tourismus meldet für das erste Halbjahr 2019 ein Plus von über 31 Prozent bei Gästen aus China.

Doch nicht nur bei der chinesischen Tourismusindustrie wird der Grossraum Zürich immer beliebter. Die Übernachtungszahlen sind von Januar bis Juni 2019 um 3,7 Prozent gestiegen. Insgesamt haben 2,39 Millionen Touristinnen und Touristen in der Subregion übernachtet – sie umfasst die Stadt, die Flughafengemeinden, das Limmattal und das Knonaueramt.

Stadt Zürich wird beliebter

Die ganze Tourismusregion Zürich, die sich von Baden und Winterthur bis nach Rapperswil und Zug erstreckt, verzeichnet ein Plus von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Schweiz verbuchte im selben Zeitraum lediglich einen Zuwachs von 1,5 Prozent.

Und die Stadt Zürich scheint besonders an Attraktivität zu gewinnen. Die Zahlen, die Zürich Tourismus heute veröffentlichte, zeigen einen Anstieg um über vier Prozent. Damit habe die Stadt Zürich im Vergleich zu den anderen Schweizer Städten besonders stark zugelegt, vermeldet Zürich Tourismus.

Vermehrt Freizeit-Tourismus

Absoluter Spitzenreiter beim Wachstum sind die Gäste aus China. Dort sind sogenannte Incentive-Reisen äusserst beliebt – Reisen, welche ein Unternehmen als Belohnung oder Motivation für seine Angestellten organisiert.

Mit über 300'000 Übernachtungen (plus 8,2 Prozent) verzeichnet aber auch Nordamerika eine bemerkenswerte Steigerung, die laut Zürich Tourismus vor allem dem Bereich Freizeit zuzurechnen ist. Weniger Übernachtungen gab es aber bei Gästen aus Indien (minus 3,9 Prozent) und aus den Golfstaaten (minus 11,95 Prozent).

Bei den Gästen aus europäischen Ländern schwanken die Zahlen stark: Es kamen mehr französische Touristinnen und Touristen nach Zürich (plus 3,5 Prozent), aber weniger italienische (minus 7,47 Prozent), spanische (minus 7,49 Prozent) und deutsche (minus 1,14 Prozent).

Flughafen und Shopping

Laut Martin Sturzenegger, Direktor von Zürich Tourismus, setzt sich der Trend fort, dass Zürich nicht länger vor allem eine Business-Reisedestination ist. Er fordert deshalb, dass die touristischen Rahmenbedingungen angepasst und verbessert werden.

Eminent wichtig sei ein effizienter Flughafen mit einem flexiblen System für Starts und Landungen. «Zudem könnten Shopping-Möglichkeiten an Sonntagen helfen, im internationalen Markt weiterhin zu bestehen», sagt Sturzenegger.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch