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Zürichs Unterwäschestrasse

In der Stadt Zürich ballen sich vermehrt Geschäfte aus gleichen Branchen. Anders als in ausländischen Grossstädten stehen dahinter aber weniger Strategien als hohe Ladenmieten und der Zufall.

Von Benno Gasser
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Seit wenigen Wochen buhlt mit Wolford ein weiteres Geschäft aus dem Unterwäschebereich an der Strehlgasse um Kundschaft. Damit befinden sich in einer Gehdistanz von wenigen Minuten entlang von Kuttelgasse, Rennweg und Strehlgasse zehn Läden aus einer Branche, die den Frauen an die Wäsche geht. Im Ausland sind solche Ballungen oder Clusterbildungen branchengleicher Läden gang und gäbe. Setzen sich diese Geschäftsansiedlungen jetzt auch in Zürich durch? «Nein», sagt Immobilienexperten Urs Küng von der Partner Real Estate AG. «Für solche Modelle fehlt in Zürich schlicht die Grösse.» Laut Küng ent­stehen Cluster im Einzelhandel mehr zufällig und nicht aus strategischen Überlegungen. Weil die Mieten an der Bahnhofstrasse für Einzelhändler zu hoch seien, zögen diese in die Seitenstrassen. Diese Aussagen bestätigen auch Unterwäsche-Händler.

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