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Züri-Fäscht, Street Parade & Co.: Die Stadt schafft ein Event-Gremium

Der Stadtrat will das Bewilligungsverfahren für Grossanlässe vereinfachen – und mehr Transparenz bei den Subventionen schaffen.

Das grösste Stadtzürcher Fest findet alle drei Jahre statt – und bekommt Subventionen in Millionenhöhe: Das Schlager-Feuerwerk am Züri-Fäscht 2019.
Das grösste Stadtzürcher Fest findet alle drei Jahre statt – und bekommt Subventionen in Millionenhöhe: Das Schlager-Feuerwerk am Züri-Fäscht 2019.
Urs Jaudas

Sie ist der Lieblingsort vieler Veranstalterinnen und Veranstalter: die Zürcher Innenstadt. Doch die Grossanlässe wie das Züri-Fäscht oder die Street Parade sorgen nicht nur für gute Stimmung, sondern auch für Unmut. Von «Eventitis» sprechen Kritikerinnen und Kritiker, wenn sie die Häufung solcher Veranstaltungen beklagen.

Der Stadtrat passt nun die Bewilligungspraxis an und setzt das sogenannte «Veranstaltungsorgan» ein. In diesem Gremium sind die Dienstabteilungen Stadtentwicklung, Kultur, Sportamt und Stadtpolizei vertreten. Es soll «der Vorsteherin des Sicherheitsdepartements für die Beurteilung von umstrittenen Gesuchen für Veranstaltungen beratend zur Seite stehen», schreibt der Stadtrat weiter.

«Unnötig schwerfällig»

Umstritten seien Veranstaltungen von übergeordnetem öffentlichem Interesse, sagt Mathias Ninck, Mediensprecher des Sicherheitsdepartements. «Das Quartierfest in Wollishofen ist davon nicht betroffen, der Marathon in der Innenstadt schon.» Das Veranstaltungsorgan ermögliche hier eine schnelle Gesamtschau über die Dienstabteilungen hinweg und schaffe damit eine bessere Entscheidungsgrundlage, welche Anlässe man überhaupt wolle.

Mit der Anpassung reagiert die Stadt auch auf die Forderung von Veranstaltern nach einer Vereinfachung und Verschlankung des Bewilligungsverfahrens. Bisher seien noch deutlich mehr Dienstabteilungen in einem gegen aussen kaum transparenten Prozess beteiligt gewesen, sagt Ninck. «Das hat die Bewilligung manchmal unnötig schwerfällig gemacht.»

Klarere Regeln für Subventionen

Das Sicherheitsdepartement erhält weiter den Auftrag, die Veranstaltungsrichtlinien anzupassen. Es soll länger dauernde Rahmenbewilligungen ermöglichen und die Regeln für die schon heute möglichen Kostenerlasse transparenter gestalten. Der Stadtrat schlüsselt zukünftig im Jahresbericht auf, welche Veranstaltungen in welchem Umfang unterstützt wurden.

Um die Planungssicherheit der Veranstalter zu erhöhen, können das Sportamt und die Stadtentwicklung Veranstaltungen in ihren Bereichen künftig während maximal vier Jahren auch direkt finanziell unterstützen. Dafür startet die Stadt 2021 einen Pilotversuch.

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