Züri-Fäscht: Umstrittene Shows und mehr Festplätze

Die Stadt unterstützt das Volksfest neu mit doppelt so viel Geld wie bis anhin.

Bekommt neu 2,7 Millionen Franken von der Stadt: Das alle drei Jahre stattfindende Züri-Fäscht.

Bekommt neu 2,7 Millionen Franken von der Stadt: Das alle drei Jahre stattfindende Züri-Fäscht. Bild: Doris Fanconi

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Das Züri-Fäscht erhält mehr Geld von der Stadt: Statt wie bisher mit 1,3 Millionen wird das alle drei Jahre stattfindende Volksfest neu mit 2,7 Millionen Franken unterstützt. Der Gemeinderat hat gestern der Erhöhung der Beiträge mit 91 zu 11 Stimmen bei 8 Enthaltungen zugestimmt.

Das neue Festkonzept, das 2016 erfolgreich angewendet wurde, mache höhere Eigenleistungen der städtischen Dienstabteilungen nötig, hiess es zur Begründung. Zum neuen Festkonzept gehört, dass das Festgelände aus Sicherheitsgründen vergrössert und zusätzliche Festplätze eingerichtet wurden.

Flugshows gibt es weiterhin

Die Grünen wollten den Beitrag an die Auflage koppeln, dass das Fest ohne Flugshows stattfinden soll. Balz Bürgisser erinnerte an die vielen Toten und Verletzten an Flugshows: «Ein solch fahrlässiges Spektakel brauchen wir nicht, wir wollen ein schönes, sicheres und nachhaltigeres Fest.» Die Flugshows hätten eine lange Tradition, gab Yasmine Bourgeois (FDP) zu bedenken. Zudem fänden sie in einem abgesperrten Bereich über dem See statt. Stefan Urech (SVP) rechnete vor, die Wahrscheinlichkeit, am Züri-Fäscht von einer Cessna getroffen zu werden, sei viel kleiner, «als dass jemand von einem Velorowdy umgefahren wird».

Auch die SP stimmte nicht mit den Grünen. Zwar stehe man Flugshows auch kritisch gegenüber, doch der jetzige Antrag, nur sechs Monate vor dem nächsten Züri-Fäscht, komme zu spät. «Aber wir müssen darauf achten, dass Zürich nicht zur permanenten Festhütte wird», mahnte Jean-Daniel Strub. Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) betonte, die Flugshows hielten sämtliche Sicherheitsvorschriften ein, zudem würden sie nicht mit städtischen Mitteln, sondern mit Sponsorengeldern finanziert.

Erstellt: 10.01.2019, 08:32 Uhr

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