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Zum Frischen Max beehrt Max Frisch

In Oerlikon ist ein sommerliches Open-Air-Restaurant mit urbanem Flair entstanden. Es erinnert an eine grosse Schwester im Kreis 5.

Der Frische Max weckt Sommergefühle gleich beim Bahnhof Oerlikon.
Der Frische Max weckt Sommergefühle gleich beim Bahnhof Oerlikon.
Sabina Bobst
Er wirtet dort bis Ende Oktober.
Er wirtet dort bis Ende Oktober.
Sabina Bobst
Seine Idee: den «dunklen, dreckigen Ort» beleben.
Seine Idee: den «dunklen, dreckigen Ort» beleben.
Sabina Bobst
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Er ist so etwas wie der jüngere Bruder von Frau Gerolds Garten bei der Hardbrücke: der Frische Max beim Bahnhof Oerlikon. Seit wenigen Tagen und noch bis Ende Oktober lädt der bärtige Typ auf dem Logo, der äusserlich so nichts mit Max Frisch zu tun hat, zum Trinken, Essen und Verweilen auf den Platz, der nach dem bekannten Schweizer Autor benannt ist.

Amboss-Bier, ein Sommerdrink namens Zürich Sprizz (mit Jsotta-Wermut und Tonic Water) sowie Burger und Wiedikerli vom Grill: Das Open-Air-Lokal, das mit ganzem Namen Zum Frischen Max heisst, bietet einige heimische Spezialitäten, aber auch viele andere sommerliche Getränke und Speisen. Platz haben rund 300 Leute.

Ein dunkler, unfreundlicher Ort

Hinter dem Frischen Max steckt tatsächlich einer der Initianten des populären Frau Gerolds Garten, der 2012 eröffnet worden ist: die Maag Music und Arts AG mit Darko Soolfrank an der Spitze. Die Idee, den Max-Frisch-Platz zu beleben, kam dem Chef des Unternehmens, nachdem er spät abends nach Veranstaltungen in der eigenen Konzert- und Event-Halle 622 ab und zu dort vorbeigekommen war. «Es war ein dunkler, dreckiger und unfreundlicher Ort», sagt er. Der Gegensatz zum neu gestalteten Bahnhof war mehr als augenfällig.

Das temporäre Restaurant steht eigentlich nicht auf dem Max-Frisch-Platz selber, sondern auf der Brache gleich dahinter. Soolfrank wusste, dass dort zwar Baupläne bestehen, die Arbeiten dazu aber nicht sofort aufgenommen werden. Zuerst muss noch ein Landtausch zwischen dem Kanton und der ABB über die Bühne. Und die Sonderbauvorschriften müssen revidiert werden. So ging er mit der Idee, Oerlikon etwas urbaner zu machen, auf den Kanton zu, wo diese gut aufgenommen wurde, wie er sagt.

Mit seinem Unternehmen hat Soolfrank nun etwas über 700'000 Franken in das neue Erlebnisrestaurant gesteckt. Er rechnet damit, dass er dieses mindestens drei Sommer lang jeweils von April bis Ende Oktober betreiben kann. Soolfrank ist sich bewusst, dass die Amortisation des Geldes in dieser kurzen Zeit schwierig ist. Doch einmal mehr handle es sich bei dieser Investition um ein Projekt, das aus dem Bauch heraus entstanden sei und nicht aus Vernunftsgründen. «Ich bin überzeugt, das wird eine gute Geschichte für Oerlikon.»

Urban Forest statt Urban Gardening

Eine Kopie von Frau Gerolds Garten ist der Frische Max allerdings nicht. Soolfrank verzichtet in Oerlikon auf den urbanen Schick mit Schiffscontainern und auf Bepflanzung mit Küchenkräutern. «Setzen wir und unsere Partner von Miteinander GmbH im Kreis 5 aufs Urban Gardening, stellen wir in Oerlikon eher einen Urban Forest in den Vordergrund.» Die vier Bäume auf dem Areal werden in Szene gesetzt, zwei grosse Tipi-Zelte aus Schweden spenden Schutz vor sengender Sommerhitze oder prasselndem Regen.

Zum Frischen Max öffnet täglich um 11 Uhr, damit wollen die Betreiber die vielen Mitarbeitenden in den Büros rund um den Bahnhof Oerlikon anlocken. Von Sonntag bis Donnerstag schliesst das Open-Air-Lokal um 23 Uhr, am Freitag und Samstag um 24 Uhr.

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