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«Zwangsernährung kommt nicht infrage»

Wer sich im Altersheim zu Tode hungern will, wird nicht daran gehindert. Arzt Daniel Grob erklärt, weshalb.

Herr Grob, mehrere Altersheimbewohner haben in einem Artikel des TA gesagt, dass sie sich lieber zu Tode hungern wollen, als anderen zur Last zu fallen. Unter welchen Umständen dürfen sich Altersheimbewohner zu Tode hungern?

Generell gilt: Ein urteilsfähiger Mensch entscheidet selber, was er tun oder lassen möchte. Der von ihm geäusserte Wille, wenn er konstant und ohne Druck entstanden ist, ist zu respektieren. Komplexer wird die Situation bei urteilsunfähigen Menschen wie Demenzkranken oder Bewusstlosen: Hier entscheiden ihre Bezugspersonen, die an den mutmasslichen Willen des Patienten gebunden sind. Das neue Erwachsenenschutzrecht, das seit diesem Jahr in Kraft ist, bietet hier die Grundlagen. Selbstverständlich begleiten wir Angehörige bei solchen Entscheidungen und stehen ihnen bei.

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