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Stauffacher will nicht auf militante Aktionen verzichten

Gerade erst wurde die Anführerin des Schwarzen Blocks aus dem Gefängnis entlassen. Der Gewalt schwört sie trotzdem nicht ab. Für den 1. Mai hat sie neue Pläne.

Mit dem Megafon an der Spitze des Schwarzen Blocks: Andrea Stauffacher. (1. Mai 2006)
Mit dem Megafon an der Spitze des Schwarzen Blocks: Andrea Stauffacher. (1. Mai 2006)
Keystone

2013 wurde die Kommunistin Andrea Stauffacher unter anderem wegen «Gefährdung durch Sprengstoffe in verbrecherischer Absicht» zu einer Haftstrafe verurteilt. Ende April ist sie vorzeitig freigekommen – es bestehe «keine Rückfallgefahr», urteilte das Gericht.

In einem schriftlich geführten Interview mit der «SonntagsZeitung» sagt sie jedoch, dass sie auch künftig nicht auf Gewalt verzichten will. «Nein, natürlich nicht», antwortet Stauffacher auf die Frage, ob sie sich von militanten Aktionen losgesagt habe.

«Schosshündchen der Kapitalisten»

Mit einem roten Megafon führt Stauffacher am 1. Mai in Zürich jeweils den Schwarzen Block an. Für den kommenden Feiertag plant sie «eine neue Demonstration am Nachmittag». Sie kritisiert zudem die Gewerkschaften, die am Tag der Arbeit «ihre Basis als Schosshündchen der Kapitalisten zelebrieren» wollten, sowie die SP, die Demonstranten als «Krawalltouristen» verunglimpfe.

Enttäuscht zeigt sich Stauffacher auch vom linken Zürcher Polizeichef Richard Wolff. Zwar habe dieser den Schwarzen Block als «interessante Ergänzung» bezeichnet. Kaum sei er deswegen unter Druck gekommen, habe er aber wieder die «repressive Keule» hervorgeholt.

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