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Stiche, die fürs Leben sitzen

Etwa 25 Tattoos pro Monat sticht Sven Winzeler in seinem Studio in Thalwil, davon kann er leben. Manchmal ist er gezwungen, Grenzen zu setzen.

«Claudia tätowiere ich gerne – sie zuckt nicht»: Sven Winzeler arbeitet an einem Stern auf Claudia Willis Rücken.
«Claudia tätowiere ich gerne – sie zuckt nicht»: Sven Winzeler arbeitet an einem Stern auf Claudia Willis Rücken.
André Springer

Mit einem sirrenden Geräusch bohrt sich die Tätowiernadel in Claudia Willis Rücken. Es entsteht eine schwarze Linie, fünf Zacken. Die Haut rundherum schwillt an, wird rot, ein wenig Blut tritt aus. «Au», sagt Willi. «Das fühlt sich an wie epilieren zwischen den Beinen.»

Sven Winzeler geht in seinem Thalwiler Tattoo-Studio nicht auf die Schmerzensäusserung ein. Konzentriert über den Rücken von Claudia Willi gebeugt, schliesst er die fünf Zacken zu einem Stern. Dann nimmt er den Fuss vom Pedal, richtet sich auf und zieht den Mundschutz herunter. «Tätowieren ist schmerzhaft, jeder, der etwas anderes sagt, lügt», sagt der 29-Jährige.

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