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Sturm Sabine: Bis zu 6 Millionen Franken Gebäudeschäden in Zürich

Der Orkan hielt in der Nacht die Rettungskräfte im Kanton Zürich weiter auf Trab. Die Gebäudeversicherung macht erste Schätzungen.

Orkanböen: Nicht alle Bäume hielten dem Wind stand.
Orkanböen: Nicht alle Bäume hielten dem Wind stand.
Reto Oeschger

Auch über Nacht ging dem Orkan Sabine die Luft nicht aus: Zwischen 19 und 7 Uhr sind bei der Kantonspolizei Zürich über hundert Meldungen eingegangen. Das meldete die Kapo heute Morgen. Bis jetzt wurden keine Unfälle mit Verletzten bekannt.

Rund drei Dutzend Meldungen betrafen umgestürzte Bäume, welche die Strasse blockierten. In Wallisellen wurden dabei auch zwei parkierte Autos beschädigt. Zurzeit sind verschiedene Strassen gesperrt. So die Buchenegg- und die Hirzelstrasse, sowie die parallel verlaufende Strasse der A3 zwischen Horgen und Thalwil.

Auch in anderen Teilen des Kantons sind Strassen aus Sicherheitsgründen oder umgestürzten Bäumen nicht befahrbar.

Es geht nicht weiter: Strasse zum Pfannenstiel (gestern). Bild: Reto Oeschger
Es geht nicht weiter: Strasse zum Pfannenstiel (gestern). Bild: Reto Oeschger

Mehrere Meldungen bezogen sich auch auf Behinderungen wegen umgewehten Bauabschrankungen, verwehten Holz- oder Blechteilen und losgelösten Dachziegeln. Auch wurden zwei Trampoline auf Strassen geweht. Die Meldungen verteilen sich aufs ganze Kantonsgebiet.

Ab 21 Uhr nahmen auch die Anrufe beim Feuerwehrnotruf 118 merklich zu. Laut Eliane Schlegel von Schutz & Rettung Zürich sind über Nacht nochmals über hundert Feuerwehren auf Kantonsgebiet im Einsatz gestanden. Gestern waren es tagsüber etwa 300 Feuerwehren. Das grösste Ereignis war der Brand im Unteren Wolfsberg bei Bauma, der den ganzen Weiler zerstörte.

Auch Einsätze auf Stadtgebiet

Fünfzehn Mal musste Schutz & Rettung auf dem Gebiet der Stadt Zürich ausrücken. In Winterthur kam es zu vier Einsätzen. Auch hier ging es um umgestürzte Bäume und weggeblasene Gegenstände. Die Zufahrtswege zum Eschenberg sind aus Sicherheitsgründen nach wie vor gesperrt.

Auf dem Zürichsee, aber auch auf dem Greifensee, Pfäffikersee und Sihlsee gilt Sturmwarnung. Diese macht auf Winde mit Spitzenböen von über 33 Knoten (ca. 61 km) aufmerksam. Die Zürichseefähre Horgen-Meilen fährt, auf dem Flughafen herrscht im Moment Normalbetrieb.

Uetliberg offen, Polybahn zu

Die Uetlibergbahn, die gestern in Ringlikon kehrt machte, fährt wieder hoch. Jedoch hat die Adliswil-Felseneggbahn am Dienstagmorgen ihren Betrieb eingestellt. Ebenfalls Pause machten Dolderbahn, die Seilbahn Rigiblick und das Polybähnli.

Die Bahnstrecke zwischen Bauma und Rüti war am Dienstagmorgen bis auf Weiteres unterbrochen. Dort ist gestern kurz vor Wald eine S-Bahn auf einen umgestürzten Zug aufgefahren. Es werden Ersatzbusse eingesetzt.

Dank vom Sicherheitsdirektor

Inzwischen hat auch die kantonale Gebäudeversicherung (GVZ) ein Schätzung zu den Schäden abgegeben. Sie rechnet mit 5 bis 6 Millionen Franken Sachschaden an rund 3000 Gebäuden.

Gegen Abend meldete sich Sicherheitsvorsteher Mario Fehr (SP) mit einem Dank an die zahlreichen Einsatzkräfte: «Ich bin beeindruckt. Ich danke allen für die hervorragende Zusammenarbeit. Dadurch konnten die Schäden in Grenzen gehalten werden».

Lesen Sie hier die landesweiten Sturm-News im Ticker.

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