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SVP fordert ein schlankeres Werk

Grundsätzlich positiv aufgenommen wird die revidierte Bau- und Zonenordnung (BZO) von den Thalwiler Parteien. Nur die SVP kritisiert stark: Ihr wird zu viel geregelt.

Von Thomas Zemp Thalwil – Abschliessend hat noch keine Partei über die neue Bau- und Zonenordnung in Thalwil diskutiert und entschieden. Sie haben schliesslich auch noch knapp einen Monat Zeit, bis sie ihre Stellungnahme abgeben müssen, wollen sie darauf Einfluss nehmen. Es zeichnet sich aber ab, dass es keine grundsätzliche Opposition von politischer Seite geben wird. Mit einer Ausnahme: Die SVP verlangt von der Gemeinde ein Regelwerk, das massiv schlanker ist und klare Vorgaben macht. «Grundeigentümer werden bei Bauvorhaben über die Pflicht zu Gestaltungsplänen bevormundet», sagt Parteipräsident Kurt Wälti. Gemäss der neuen BZO sollen sechs Gebiete mit einer Gestaltungsplan-Pflicht versehen werden (Breiteli, Etzliberg, Böhniweg, Bahnhof/Unterführung Ludretikonerstrasse, Zentralplatz und Schwarzenbachwiese). SVP-Präsident Wälti stört sich auch über «die vielen etwas schwammigen Formulierungen» in der neuen BZO. Ob ein gestalterisches Element gut oder schlecht sei, sei eine persönliche Ansichtssache, über die sogar Professoren streiten würden. Wälti kann sich zudem vorstellen, dass in Thalwil das verdichtete Bauen noch stärker gefördert werden soll: «Eventuell sollten wir höher bauen können», sagt er. Mit seiner Partei will er bis Ende Monat eine Stellungnahme an die Gemeinde erarbeiten. Keine Sozialpolitik betreiben Positive Signale zur neuen Bau- und Zonenordnung kommen von der FDP, von den Grünen und der SP, obwohl noch keine der drei Parteien sich ihre abschliessende Meinung dazu gemacht hat. Nur von der CVP ist noch nichts zu erfahren: «Wir haben das noch nicht diskutiert und wollen die BZO seriös anschauen, bevor wir etwas sagen», sagt der stellvertretende Parteipräsident Werner Oehry. «Grundsätzlich stimmt die Stossrichtung, inhaltlich sehe ich keine grossen Probleme», sagt FDP-Präsident Christian Josi. «Wir haben in Thalwil keine andere Möglichkeit als eine Verdichtung.» Ein Punkt werde aber sicher zu reden geben: «Es gibt berechtigte Einwände, wonach mit der BZO keine Sozialpolitik betrieben werden soll.» Er spricht damit das Bonus-System an, das die Ausnützung erhöht, wenn ein Bauherr zum Beispiel auch preisgünstigen Wohnraum in seiner Überbauung anbietet. Bonus auch bei Nachhaltigkeit Genau dieses Bonussystem möchte Jürg Stünzi noch ausweiten. «Wenn jemand im Bereich der Nachhaltigkeit Fortschrittliches plant, könnte man ihn auch bei der Ausnützung belohnen», sagt der Präsident der Grünen. Er meint damit die Bereiche Energie und Parkplätze. Stünzi ist froh, dass die Freiräume konsequent freigelassen werden. «Ich bin froh, ist das Gebiet Vogelsang-Mettli nicht von einer möglichen Einzonung betroffen, das ist das Wichtigste», sagt SP-Mediensprecher Roland Meier. Es ist die letzte zusammenhängende Freifläche. Auch der Kanton wäre gegen eine Einzonung. Im Gegensatz zur SVP begrüsst der Architekt aber, dass sechs Gebiete mit einer Pflicht zu Gestaltungsplänen belegt werden sollen. «Das ist eine Massnahme zur Qualitätssicherung.» Thalwil – Die Gemeinde hat die revidierte Bau- und Zonenordnung Ende August vorgestellt: 40 neue Wohnungen müssten in der Gemeinde pro Jahr erstellt werden, um die Bevölkerungszahl halten zu können, sagte Gemeindepräsidentin Christine Burgener (CVP). Die Gemeinde will das erreichen, indem vor allem verdichtet gebaut werden soll. Tendenziell werden damit die Häuser höher, Grünflächen dagegen dürften rarer werden. (zet)

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