Zum Hauptinhalt springen

Tanzen, bis die Kapo kommt?

Das Internet ist voller Challenges. Die neueste aus Zürich wirft die Frage auf: Sind Polizisten bessere Tänzer als Sanitäter?

In einer Stadt, in der alles rund läuft, in einem Kanton, der prosperiert, floriert, aber kaum jemand delinquiert oder kollabiert, bleibt Zeit für die Imagepflege: Twitter, Facebook und vor allem Instagram sind hierfür die perfekten Schaufenster.

In geradezu brillanter Art und Weise hat das die beste Zürcher Kantonspolizei der Welt vorgemacht. Zwei Beamte räumten ihren Streifenwagen aus und drapierten ihr Einsatzmaterial in einer Akkuratesse auf dem Asphalt, dass Ursus Wehrli, Aufräumer der Nation, über eine berufliche Neuorientierung nachdenken muss. Auf Instagram schreibt @kantonspolizei_zuerich am 1. September: «Wenn Sie schon immer einmal wissen wollten, was sich alles in einem Patrouillenwagen der Verkehrspolizei befindet - voilà. Wir wünschen Ihnen einen #SchönenSonntag».

Die Tetris Challenge war geboren, im virtuellen Raum hinter Hashtag gesetzt und unzählige Male nachgeahmt. Von Feuerwehren, Panzer- und Helikopterbesatzungen, Naildesigner und Sonderkommandos auf der ganzen Welt. Und natürlich auch von den Zürcher Blaulichtkollegen. Tanklöschfahrzeug und Ambulanz ausräumen, Material des Bikepolizisten (darf man Streifenbike sagen, liebe @StadtpolizeiZH?) säuberlich auslegen, Bild ins Netz stellen.

Nun zeigt sich, dass zu viel Euphorie (oder zu wenig zu tun) dem Image auch abträglich sein kann. Dann, wenn man nicht Vorreiter ist wie die Kapo, sondern Nachahmer – so wie die beiden Rettungssanitäter von Schutz & Rettung. Sie gaben der Versuchung des Hashtags gitupchallenge nach, stellten an ihrem Rettungswagen die Discolichter an (was natürlich per se ziemlich verlockend ist) und tanzten zu Blanco Browns «The Git Up», wie «20 Minuten» berichtete.

Pferde und Huskys mit Rhythmusgefühl

Sie machen das mit Hingabe, die Frau und der Mann, mit Begeisterung auch. Aber eben nicht unbedingt Image fördernd. Nicht so cool wie vor ihnen Gee Walls, ein ziemlich gut gelaunter und geschmeidig tanzender Policeofficer, oder so lustig wie vor ihnen auch schon Pferde und Huskys ihre Beine schwangen.

Eine gute Idee?

Kapo, übernehmen Sie!

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch