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Thalwil will Steuern erhöhen

Die Gemeinde Thalwil sieht im kommenden Jahr eine Steuererhöhung um 5 Prozent vor. Trotzdem bleibt im Budget ein Defizit von 6,2 Millionen Franken.

Von Thomas Zemp Thalwil – Finanzvorstand Märk Fankhauser (FDP) braucht deutliche Worte: «In der heutigen Situation nichts zu machen, wäre verantwortungslos: Auf der Ausgabenseite steigt in der Gemeinde Thalwil der Aufwand für das Alter und das Soziale, auf der Einnahmenseite können wir nur die Steuern erhöhen.» Darum beantragt der Gemeinderat, den Steuerfuss in Thalwil von 80 auf 85 Prozent anzuheben. Die Thalwiler stimmen darüber an der Gemeindeversammlung vom 8. Dezember ab. Das Defizit wird im Budget 2011 mit der Steuererhöhung immer noch 6,2 Millionen Franken betragen, ohne Steuererhöhung wäre es nochmals 3 Millionen Franken höher, sagt Fankhauser. Er rechnet im kommenden Jahr mit einem Gesamtaufwand von 130,1 Millionen Franken in der Laufenden Rechnung. Mit der Steuererhöhung sollen Steuereinnahmen von insgesamt 54 Millionen Franken eingehen. Der Gemeinderat habe beim Budget alle Ausgaben hinterfragt und die Investitionen aufs Nötigste reduziert, sagt Frankhauser. Sie betragen 8,8 Millionen Franken. Bei den grössten Einzelbeträgen handle es sich um Projekte, die schon im Bau seien. So die Renovation und der Umbau der Liegenschaft an der Alpenstrasse 24 für die Wohnchetti und die Spitex oder die baulichen Massnahmen an der Liegenschaft der Feldstrasse 5 für die Musikschule und den Mittagstisch. Unsichere Zukunft «Trotz der Steuererhöhung liegen wir weiterhin gut im Rennen mit unseren Nachbargemeinden», sagt Fankhauser. Thalwil habe über Jahre von einem sehr tiefen Steuersatz profitiert. Die Zukunft sehe aber unsicher aus: Eine Steuerrevision stehe an, wie sich die Spitäler entwickelten, sei offen. Schon heute ist klar, dass die Laufende Rechnung 2010 nicht mit einer positiven Überraschung enden werde, sagt der Finanzvorstand. Es gehen keine grossen Grundstückgewinnsteuern oder Steuern aus den Vorjahren ein. Die Eigenkapitalbasis könne das diesjährige Defizit und das budgetierte des kommenden Jahres jedoch verkraften. Der Voranschlag 2011 wird ab Mitte November erhältlich sein und auch im Internet aufgeschaltet.

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