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Tipps für Igel auf Nahrungssuche

Igel können noch bis Mitte Dezember auf der Suche nach einem geeigneten Winterquartier sein. Wer ihnen helfen will, sollte wissen wie.

Von Heidi Tschachtli Russikon – Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken. Höchste Zeit für Igel, sich auf die Suche nach einem geeigneten Quartier für den Winterschlaf zu machen. Tiere, die in den letzten acht Monaten genug gefuttert haben, dürften sich bereits in einem gemütlichen Unterschlupf eingeigelt haben. Schlankere Exemplare können aber noch bis Ende November, Jungtiere sogar bis Mitte Dezember auf Nahrungssuche unterwegs sein. Nichts Ungewöhnliches also, wer jetzt noch auf einen Stachelträger trifft. Laut dem Russiker Verein Pro Igel lassen sich aber immer wieder besorgte Tierfreunde dazu hinreissen, die Tiere zu sich nach Hause zu nehmen. Die gut gemeinte Hilfe sei oftmals eher schädlich denn nützlich, meint Geschäftsleiter Bernhard Bader. Denn Igel sind geschützte Wildtiere und mögen es nicht, aus ihrer gewohnten Umgebung herausgerissen zu werden. Laubhaufen als Lösung Offensichtlich abgemagerte sowie apathisch wirkende Exemplare sollten umgehend einem Tierarzt oder einer Igelstation überbracht werden. «Bloss untergewichtigen oder kleinen Igeln kann indes einfach, aber wirksam geholfen werden. Um den kalten Winter zu überstehen, müssen diese sich noch Körperreserven anfuttern», erklärt Bader. Wer in seinem Garten oder in der nahen Umgebung einen Igel gesehen hat oder vermutet, kann an einer vor Regen geschützten Stelle Katzentrockenfutter bereitstellen. Gegen den Durst trinken die Tiere Wasser, auf gar keinen Fall aber Milch. Futterreste sollten täglich beseitigt und die Teller heiss abgewaschen werden. «Die ideale Lösung ist allerdings ein stabiler Laubhaufen», meint der Igelschützer. Denn unter der Mischung aus Laub und Ästen fänden die Tiere Nahrung wie Spinnen, Käfer und Larven. Später nutzen sie den Ort nicht selten sogar als Winterquartier. Deshalb empfiehlt der Verein, auf den Gebrauch von Laubsaugern und -bläsern zu verzichten. Geräte mit starker Saugkraft können die Tiere einsaugen, Laubbläser scheuchen die Tiere unnötig auf. Bader rät, das Laub einfach zu einem Haufen zusammenzurechen und liegen zu lassen. Mehr Infos unter www.pro-igel.ch.

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