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Titel (max. 2-zeilig)Für den Halbfinal gerüstet

Die Flyers sorgen für eine Verlängerung der Eishockeysaison in Kloten. Zuschauer, Eismeister, Wurst- und Bierverkäufer freuen sich.

Spitzmarke Von Christian Wüthrich Kloten – Für die Halbfinalserie, die am Dienstag beginnt, wird ab heute vor dem Klotener Eisstadion mit dem Aufbau eines Festzeltes begonnen. Der bisherige Saisonhöhepunkt war der vergangene Dienstag: Kloten schlug die ZSC Lions und steht im Halbfinal gegen den amtierenden Meister, den Schlittschuh-Club Bern. An solchen sogenannten Topspielen geht es hoch zu und her im Klotener Eisstadion. Nicht nur auf dem Eis, auch in den Stadionrestaurants, an den Imbissständen, im Sicherheitsbereich und bei den Eismeistern sind die Tage jetzt anstrengender und härter. «Ich war am Dienstag 14 Stunden im Einsatz», erzählt Erwin Mensink, Leiter der Infrastruktur im Eisstadion. An Playoffspielen steht jetzt ein zusätzlicher Eismeister aus dem elfköpfigen Team einsatzbereit an der Bande. Rayonverbot für FCZ-Fans Zudem musste Mensink gestern die Scherben von zwei zertrümmerten Scheiben beseitigen. Die gewaltbereiten Fans des ausgeschalteten Rivalen aus Oerlikon hatten gewütet. Sie bewarfen Sicherheitskräfte mit Steinen und Flaschen. Mit Gummischrot und Reizstoff drängte die Polizei die Gruppe zurück. Zwei ZSC-Fans wurden verhaftet. Sie müssen mit einem Rayon- und schweizweiten Stadionverbot rechnen. Zwei weitere ZSC-Fans werden wegen Tätlichkeiten angezeigt.Es kam zudem zu Sachschäden im Stadion, beim Restaurant Hardy’s und an zwei Fahrzeugen. Scheiben sind schon ersetzt Mensink hat im Stadion jedoch bereits dafür gesorgt, dass Ersatzscheiben eingesetzt wurden. «Sonst können wir die Luftfeuchtigkeit nicht wie gewünscht regulieren», sagt er, was im Endeffekt die optimale Aufbereitung des Eises beeinträchtigen würde. Unter Hochdruck steht dieser Tage vor allem die Stadiongastronomie. «Wenn am Abend Match ist, haben wir jeweils einen Grosskampftag», sagt Philippe Stoll, der mit seiner Frau Michèle sämtliche Wurststände, das noble Redliner-Restaurant sowie die Bars und auch eine Fonduestube im Eisbahnrestaurant betreibt. «Am Dienstag waren im Stadion allein 97 Personen für die Gastronomie im Einsatz», erzählt er. Umsatz verdoppelt Es wurden 1500 Schluefburger, 1200 Würste und 100 Kilo Pommes frites abgesetzt. Obendrein flossen 2500 Liter Bier in die Kehlen der Matchbesucher. «An normalen Saisonspielen ist die verkaufte Menge etwa halb so gross», sagt der Gastro-Chef. Kurt Steinwender ist Sportbereichsleiter der Stadt Kloten und spürt, dass seine Angestellten in dieser Zeit, in der es in «seiner» Halle sportlich um alles oder nichts geht, besonders motiviert sind. «Wir freuen uns, dass Kloten jetzt im Fokus steht, alle sprechen vom Eishockey, und das Fernsehen ist auch da.» Der Österreicher war einst Trainer des EHC Bülach und Nachwuchschef des EHC Kloten sowie bis vor wenigen Jahren Geschäftsführer der Profiabteilung. Sein Herz schlägt dieser Tage besonders fest für Kloten. «Terminkollisionen gibt es bei uns bis zum Ende der Finalserie keine», meint er vielsagend. Ausschreitungen nach dem Spiel Nach dem entscheidenden Viertelfinalspiel der Kloten Flyers gegen die ZSC Lions ist es am Dienstag zu Ausschreitungen gekommen. Anhänger des ZSC bewarfen Sicherheitskräfte mit Steinen und Flaschen. Mit Gummischrot und Reizstoff drängte die Polizei die Gruppe zurück. Zwei ZSC-Fans wurden verhaftet. Den beiden Männern im Alter von 25 und 20 Jahren wird Gewalt und Drohung gegen Beamte sowie Landfriedensbruch vorgeworfen. Sie müssen mit einem Rayon- und schweizweiten Stadionverbot rechnen. Zwei weitere ZSC-Fans werden wegen Tätlichkeiten angezeigt. Auch für die SBB sind Vandalen im Umfeld von Sportveranstaltungen ein «grosses Problem», wie Mediensprecher Daniele Pallecchi bestätigte. Am Dienstagabend kam es im Bahnhof Kloten zu Behinderungen des Bahnverkehrs. Dies führte zu Verspätungen bis zu 50 Minuten. S-Bahn-Züge seien deswegen via Flughafen umgeleitet worden, und Anschlusspassagiere mussten wegen der verpassten letzten Züge mit Taxis nach Hause gebracht werden. Im Rahmen der Ausschreitungen kam es zudem zu Sachschäden im Stadion, beim Restaurant Hardy’s und an zwei Fahrzeugen. (red) Die Schäden vom Viertelfinal sind beseitigt. Ab sofort steht die Halbfinalserie gegen Bern im Vordergrund. Foto: Sibylle Meier Bildlegende.Foto: Vorname Name, Agentur

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